Kleiner „Brustschutzengel“ als Therapiebegleiter


Auch wenn es heutzutage dank der Möglichkeit der psychoonkologischen Betreuung für viele Krebspatienten Hilfen bei der Krankheitsbewältigung gibt, bleibt die Hauptlast der psychischen Verarbeitung doch bei den Betroffenen selbst. Sie müssen lernen, Tag für Tag mit ihren Problemen, ihren Ängsten und Sorgen zurechtzukommen.
Dabei muss jeder seinen eigenen Weg finden. Wie vielfältig die Möglichkeiten sind und wie man sich selbst Hilfen schaffen kann, zeigt das Beispiel von Annette Huckebrink, die nach ihrer Brustkrebserkrankung im vergangenen Jahr den „Brustschutzengel“ entworfen hat. „Es ist eine Art Maskottchen, welches erkrankte Frauen durch die Therapie und darüber hinaus begleiten möchte“, schreibt Frau Huckebrink in ihrer Leserzuschrift.Was der Brustschutzengel ausdrücken soll? „Sinnbildlich für die lange Therapiedauer hat der Engel lange Beine. Die Flügel stehen für den Schutz und die Krone soll daran erinnern, niemals den eigenen Stolz und die Selbstachtung zu verlieren. Im Innern behütet der Brustschutzengel ganz persönliche Schätze wie zum Beispiel eine Haarlocke oder später den Port“, sagt Frau Huckebrink.
Mit dem kleinen, selbstgenähten Engel, den sie auch bereits für andere Frauen mit Brustkrebs gefertigt hat, will Frau Huckebrink Krebspatienten ganz generell ermutigen, ihre Erlebnisse und Belastungen während der Erkrankung kreativ umzusetzen. „Ich würde mir wünschen, dass der kleine Engel, der mich auf allen Wegen in der Handtasche begleitet, für viele Patienten eine Motivation ist, sich für sich selbst Wege zu suchen, positiv mit der Krebserkrankung umzugehen und sie zu verarbeiten.“ Wer Kontakt zu Frau Huckebrink aufnehmen möchte, kann dies tun über die E-Mail-Adresse engel@brustschutzengel.de.
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