01.06.11

Zuhören – Beraten – Helfen

Die Bayerische Krebsgesellschaft macht sich für Patienten und Angehörige stark.

Wer in Bayern lebt und an Krebs erkrankt, ist gut beraten, wenn er das kostenfreie Informations- und Beratungsangebot der Bayerischen Krebsgesellschaft e.V. nutzt. Die Gesellschaft, die zu den Landeskrebsgesellschaften gehört, steht seit nun schon 85 Jahren Krebspatienten mit Rat und Tat zur Seite.

„Zu unseren Schwerpunkten gehört vor allem die psychoonkologische Begleitung von Menschen mit Krebs“, erläutert Markus Besseler, Geschäftsführer und Beratungsstellenleiter in der Bayerischen Krebsgesellschaft e.V.

Daneben spielt die allgemeine individuelle Beratung von Krebspatienten und ihren Angehörigen sowie die Unterstützung von Selbsthilfegruppen eine zentrale Rolle. So werden rund 200 Selbsthilfegruppen derzeit durch die Gesellschaft gefördert und in ihren Anliegen unterstützt. Diese unterhält zahlreiche Krebsberatungsstellen und Psychoonkologische Dienste in ganz Bayern, in denen die Patienten mit ihren Problemen direkt vorstellig werden können. „Unser Ziel ist, dass kein Krebskranker mehr als 20 Kilometer fahren muss, um eine unserer Einrichtungen oder eine für ihn in Frage kommende Selbsthilfegruppe zu erreichen“, sagt Markus Besseler.

Es sind vor allem psychosoziale Probleme, mit denen die Patienten in die Beratungsstellen kommen. So wird zum Beispiel häufig gefragt, wie und wo man Hilfen in speziellen Situationen bekommen kann. „Nicht wenige Patienten kommen, weil sie nicht wissen, wie der Lebensunterhalt gesichert werden kann und an wen sie sich wenden können, wenn der Anspruch auf Krankengeld ausläuft“, berichtet Besseler. Oder die Patienten erkundigen sich, was sie selbst noch für ihre Heilung tun können.

Solche Fragen sind laut Besseler aber oft nur der Einstieg in das Beratungsgespräch: „Tatsächlich geht es für viele Patienten primär darum, über ihre Ängste und Nöte zu sprechen und entsprechend beraten zu werden“. Angst vor dem Neuauftreten der Erkrankung, Sorge, dass der Krebs nicht heilbar ist, aber auch Probleme in der Partnerschaft als Folge der Erkrankung quälen viele Krebspatienten. Darüber hinaus werden oft Schwierigkeiten am Arbeitsplatz thematisiert, so die Erfahrungen der rund 50 Mitarbeiter in den Krebsberatungsstellen und Psychoonkologischen Diensten der Landeskrebsgesellschaft. „Für die Betroffenen ist es oft schon sehr entlastend, wenn sie über ihre Sorgen sprechen können und wenn wir ihnen erläutern, wo sie weitere Hilfen erhalten
können“, so Besseler.

Neben der persönlichen Beratung und umfassendem Informationsmaterial, wie etwa Patientenratgebern, bietet die Bayerische Krebsgesellschaft e.V. Menschen mit Krebs ein spezielles Kursangebot zum Beispiel in Form von Sportgruppen, Kursen zu Entspannungsübungen, Gesprächsgruppen sowie Vorträge zu verschiedensten Krankheitsfragen. „Zuhören, Begleiten, Helfen“ – so lautet das Motto der Gesellschaft.

Die ambulante Krebsberatung bietet somit aktive und umfassende Hilfestellung bei der Krankheitsbewältigung für die Patienten und auch ihre Angehörigen. „Damit verbessert sich die Lebensqualität der Betroffenen oft enorm“, berichtet Gabriele Brückner als Geschäftsführerin der Bayerischen Krebsgesellschaft e.V. Wünschenswert wäre es deshalb aus ihrer Sicht, dass die Kosten solcher Beratungen, die derzeit aus öffentlichen Geldern und Spenden finanziert werden, ähnlich wie bei den medizinischen Leistungen von den Krankenkassen übernommen würden.                                     

Kalender

Baden-Württemberg

08.05.2012

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Bayern

21.05.2012

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Sachsen-Anhalt

23.05.2012

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Sachsen-Anhalt

24.05.2012

Beratung für Krebsbetroffene in Dessau-Roßlau

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Veranstaltungen nach Bundesländern sortiert

Bestens versorgt

sind Krebspatienten in zertifizierten Behandlungszentren.

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