17.08.11

Per Akupunktur Übelkeit und Erbrechen lindern?

Viele Krebspatienten möchten ihre schulmedizinische Krebstherapie durch komplementäre Behandlungsmethoden unterstützen. Das ist nicht immer unproblematisch, weil es durchaus Wechselwirkungen zum Beispiel zwischen den bei der Chemotherapie verabreichten Zytostatika und Wirkstoffen der Komplementärmedizin geben kann.

Anders ist das laut Dr. Jutta Hübner vom Universitären Centrum für Tumorerkrankungen des Uniklinikums Frankfurt bei der Akupunktur: „Man braucht solche Wechselwirkungen bei diesem Verfahren der traditionellen chinesischen Medizin nicht zu fürchten“.

Angewandt wird das Verfahren nach Frau Hübner vor allem bei Übelkeit und Erbrechen – Symptome, unter denen viele Krebspatienten leiden und die offenbar durch eine Akupunktur gelindert werden können. „Es gibt Studien, die darauf hinweisen, auch wenn deren Methodik leider nicht ganz schlüssig ist“, sagt Frau Hübner. Bei Hitzewallungen, wie sie oft nach einer Hormonentzugsbehandlung beim Brustkrebs oder beim Prostatakrebs auftreten, scheint Akupunktur hilfreich zu sein. „Es gibt leider hierzu aber nur Studien aus China“, schränkt die Frankfurter Medizinerin ein.

Es ist aus ihrer Sicht gerechtfertigt, bei entsprechenden Beschwerden eine Akupunktur zu versuchen, zumal diese nicht die Krebsbehandlung beeinträchtigt. Hübner: „Allerdings sollte man kritisch bleiben und genau beobachten, ob die Anwendung der Nadeln tatsächlich hilfreich ist und die Symptome bessert“. Außerdem sollte man stets seinen Arzt darüber informieren, dass man komplementäre Verfahren wie die Akupunktur nutzt.        

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