Bei hohem Darmkrebsrisiko frühzeitig zur Darmspiegelung?
Wer nahe Angehörige hat, die an Darmkrebs erkrankt sind oder waren, trägt selbst ein erhöhtes Risiko, den gleichen Tumor zu entwickeln. Die Mediziner sprechen dann auch von einem familiär erhöhten Darmkrebsrisiko. Mediziner plädieren schon länger dafür, bei solchen Personen frühzeitig nach entsprechenden Darmkrebs-Vorstufen zu fahnden, um diese sofort entfernen und damit das Krebsrisiko abwenden zu können.
Allerdings ist den Betroffenen selbst oft nicht bewusst, dass sie ein erhöhtes Risiko aufweisen, einen Darmkrebs zu entwickeln. Deshalb machen sich nun Mediziner dafür stark, Personen, die sich der so genannten Check-up-Untersuchung unterziehen, routinemäßig auch danach zu fragen, ob in ihrer Familie Todesfälle durch Darmkrebs bekannt sind.
Ist das der Fall, sollte frühzeitig eine Darmspiegelung erfolgen und das auch vor dem allgemein für diese Früherkennungsuntersuchung vorgesehenen Alter ab 56 Jahren. Die erste Darmspiegelung sollte dabei möglichst zehn Jahre vor dem Erkrankungsalter des Angehörigen erfolgen. Erkrankt beispielsweise ein Mann mit 45 Jahren an Darmkrebs, sollte bei seinen Kindern im Alter von 35 Jahren eine erste vorsorgliche Darmspiegelung durchgeführt werden. Ist das genaue Erkrankungsalter nicht bekannt, so wird in so genannten „Darmkrebsfamilien“ generell zu einer ersten Untersuchung ab einem Alter von 25 Jahren geraten. Die Darmspieglung sollte mindestens alle zehn Jahre wiederholt werden.
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