Brustkrebs zielgerecht behandeln - Die Behandlung erfolgt individuell anhand des jeweiligen Tumortyps

Die einheitliche Behandlung von Brustkrebs nach dem Gießkannenprinzip ist schon lange passé. Durch intensive Forschung ist es der Wissenschaft gelungen, den Tumor besser zu verstehen, Untergruppen der Tumore zu bilden und gezielt Angriffspunkte für die im individuellen Fall erfolgversprechendsten Therapien zu definieren.
Der Brustkrebs war quasi Vorreiter des neuen Konzepts der zielgerichteten Therapie. Dabei wird die Behandlung immer besser auf den jeweils vorliegenden Tumor ausgerichtet. Durch das bessere Verständnis der Tumorzellen und die Möglichkeit, diese direkt anzugreifen, sind bei einigen Tumorarten die Heilungschancen erheblich gestiegen.
Frauen mit einer weit fortgeschrittenen Krankheit haben außerdem durch neue Therapien häufig eine bessere Lebensqualität und eine höhere Lebenserwartung. „Für Brustkrebspatienten ist die Entwicklung der letzten Jahrzehnte ein wahrer Segen“, erläutert dazu Eva Schumacher-Wulf, Chefredakteurin des Magazins Mamma Mia!, zu dem jüngst ein kostenloser Ratgeber zum Thema Brutkrebs erschienen ist. „Es wird aber auch klar, dass es auf der einen Seite zwar große Fortschritte gibt, auf der anderen Seite aber noch großer Bedarf an weiteren Forschungen herrscht.
So gibt es immer noch Tumorarten, die schwer oder gar nicht behandelbar sind. Außerdem sollten neue Erkenntnisse viel schneller Einzug in den klinischen Alltag finden“, fordert Schumacher-Wulf.
„Die positive Entwicklung der letzten Jahre bedeutet außerdem nicht, dass wir unser Ziel erreicht haben. Insbesondere in den Bereichen Prävention und Früherkennung gibt es noch viel zu tun“, erläutert dazu Professor Dr. Rolf Kreienberg, Vizepräsident der Deutschen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe e. V.
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