15.02.12

„Man muss stets nach vorne schauen“

Die Krankheit annehmen, sich umfassend über sie informieren, nicht mutlos werden, sondern weiter nach vorne schauen – das ist wichtig, um eine Krebserkrankung zu bewältigen, erklärt Susanne Kranz, die im Jahre 2007 mit der Diagnose Lungenkrebs konfrontiert wurde.

Der Tumor war noch recht klein und konnte angeblich gut entfernt werden, doch der Lungenkrebs trat bereits ein Jahr später wieder auf. Es folgte eine erneute Operation mit anschließender Chemotherapie, was jedoch die Bildung von Metastasen nicht mehr verhindern konnte. „Ich werde seit dieser Zeit mit einem Medikament behandelt, das den Tumor am weiteren Wachstum hindert“, erklärt Frau Kranz, die sich inzwischen auch in einer Selbsthilfegruppe zum Lungenkrebs (www.selbsthilfe-lungenkrebs.de) in Berlin engagiert. Zwei Metastasen sind durch die Behandlung mit dem Wirkstoff, der zielgerichtet Wachstumssignale an die Tumorzellen blockiert, verschwunden, die beiden übrigen wurden kleiner.

 

Frau Kranz hat gelernt, mit dem Tumor zu leben. Sie war stets sportlich aktiv und ist im Jahr 2009
zusammen mit ihrem Mann 600 Kilometer weit den Jakobsweg gewandert, obwohl kurz zuvor das erneute Auftreten einer Metastase festgestellt wurde. Nach ihrer Rückkehr waren die beiden älteren Metastasen ebenfalls verschwunden und nur die neu gebildete Tochtergeschwulst noch nachweisbar. „Ohne die Möglichkeiten der modernen Therapie wäre ich wohl nicht mehr am Leben. Ich hoffe, dass es bald weitere Fortschritte gibt, die vielleicht sogar eines Tages den Tumor zur Heilung bringen können“, sagt Frau Kranz getreu ihrem Lebensmotto „stets nach vorne schauen“. Geholfen hat ihr nach eigenem Bekunden auch die regelmäßige sportliche Aktivität, die sie allen Patienten entsprechend ihren Möglichkeiten empfiehlt: „Es ist wichtig, aktiv zu bleiben, so gut dies mit der Erkrankung eben geht“.                            

 

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