Optimale Krebstherapie auch im Alter

Es gibt keine Altersgrenze, ab der die Krebsbehandlung anders durchgeführt wird als bei jüngeren Menschen. Vielmehr werden betagte Patienten grundsätzlich genauso behandelt wie junge Menschen, wenn ihr allgemeiner Gesundheitszustand das zulässt.
Das bedeutet aber nicht, dass ältere Menschen immer die gleiche Behandlung wie ein junger Patient mit dem gleichen Tumor bekommen. Die Krebstherapie richtet sich vielmehr am so genannten biologischen Alter aus, also an der Frage, wie fit der ältere Patient ist und ob es möglicherweise weitere Erkrankungen gibt, die die Krebsbehandlung erschweren können. Ist der Betreffende rüstig und körperlich fit, so werden bei der Therapie keine Abstriche gemacht. Hat er aber mehrere Begleiterkrankungen, wie etwa eine Herzerkrankung oder einen Diabetes mit bereits massiver Nierenschädigung, so muss die Behandlung an den individuellen Gesundheitszustand angepasst werden.
In den Schlagzeilen ist in diesem Zusammenhang immer wieder von der „stillen Rationierung“ zu lesen. Mit diesem Begriff wird umschrieben, dass möglicherweise einige Patienten stillschweigend nicht die optimale Behandlung erfahren in der Vorstellung, diese Behandlung sei aufgrund des fortgeschrittenen Alters nicht mehr notwendig. Ein solches Vorgehen ist weder aus ethischer noch aus medizinischer Sicht gerechtfertigt, da viele Studien zeigen, dass ältere Menschen und sogar Hochbetagte von den modernen Strategien der Krebstherapie eindeutig profitieren. Die medizinischen Fachgesellschaften sprechen sich einheitlich gegen eine „stille Rationierung“ aus. Es gibt außerdem keinerlei rechtliche Grundlage für ein solches Vorgehen.
Hilfen im sozialen Umfeld
Mit Fragen rund um die Rechte von Patienten sowie Hilfen im sozialen Umfeld befasst sich die Broschürenreihe „Den Alltag trotz Krebs bewältigen“.
Die Broschüren können kostenfrei angefordert werden beim Verlag Wortreich GiK mbH, Postfach 1402, D-65534 Limburg oder per Fax 06431/59096-11.
Kalender
|
Baden-Württemberg 08.05.2012 |
Reha Angebot für Langzeit-Transplantierte in Freiburgweiterlesen |
|
Bayern 21.05.2012 |
Arzt-Sprechstunde zum Thema Krebsweiterlesen |
|
Sachsen-Anhalt 23.05.2012 |
Beratung für Krebsbetroffene in Bernburgweiterlesen |
|
Sachsen-Anhalt 24.05.2012 |
Beratung für Krebsbetroffene in Dessau-Roßlauweiterlesen |
Hilfestellungen
Patientenrechte
In enger Zusammenarbeit mit Fachanwälten, die auf sozial- und medizinrechtliche Fragestellungen spezialisiert sind, entsteht diese Serie. Sie gibt Hilfestellung im sozialmedizinischen Umfeld und beantwortet auch Ihre Fragen. mehr
Büchertipps
Welche Bücher aus dem vielfältigen Angebot sind lesenswert? Die Bücher- und Lesetipps werden unter inhaltlichen Aspekten der aktuellen Ausgabe dieser Zeitung und qualitativen Kriterien für die Leserschaft ausgewählt. mehr
Kosmetik- und Pflegetipps
Was bei der Hautpflege zu beachten ist, warum eine gute Hautpflege das A & O ist und wie sich Hautveränderungen sowie Folgen der Krebsbehandlung kaschieren lassen, erfahren Sie in Artikeln dieser Serie. mehr
Rezepttipps
Was können, dürfen oder mögen Krebspatienten essen und trinken? Auf diese Frage möchte die Zeitung Lebenswege einige einfache, kochbare und schmeckende Tipps geben. mehr
Sport und Bewegung bei Krebs
Regelmäßiger Sport kann nicht nur einer Krebserkrankung vorbeugen, sondern auch dazu beitragen, dass Menschen mit Krebs schneller genesen und weniger unter Begleiterscheinungen der Erkrankung und ihrer Behandlung leiden. mehr
Medizinerdeutsch von A bis Z
Ärzte sprechen häufig eine eigene Sprache und nicht immer haben sie Zeit, die Fachbegriffe zu übersetzen. Diese Rubrik soll zu etwas mehr Orientierung und Verständnis in der Medizinersprache beitragen. mehr
Tumorarten von A bis Z
Um Ihnen schnell Informationen zu Krebsarten zu bieten, können Sie in dieser Rubrik nach dem Alphabet Ihre gewünschten Informationen suchen. mehr



