Bundesweites Krebsregister gefordert
Ein bundesweites Krebsregister haben Krebsärzte bei der Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Hämatologie und Onkologie (DGHO) in Basel gefordert. Die Mediziner beklagen, dass es hierzulande nur wenig Daten über die Häufigkeit von Krebserkrankung und auch über die Behandlung der betroffenen Patienten gibt. „Eine Erweiterung der Datenlage aber wäre zur Verbesserung der Versorgung von Krebspatienten dringend notwendig“, sagte Professor Dr. Gerhard Ehninger, Präsident der DGHO.
Die Gesellschaft empfiehlt die Einführung einer Meldepflicht für Krebserkrankungen. Die Daten zur Häufigkeit und auch die Daten zur Behandlung und den Heilungserfolgen sollen systematisch gesammelt und durch eine dem Krebsregister angeschlossene Forschungsstelle ausgewertet werden. Das würde, so Ehninger, dazu beitragen, einen flächendeckenden Informationsfluss zu gewährleisten und eine Bewertung der Krebsbehandlung in Deutschland zu ermöglichen. Bei ihrer Jahrestagung hat die Gesellschaft sich außerdem für die verstärkte Einrichtung zertifizierter Zentren zur Krebsbehandlung ausgesprochen. Dort sollen die Patienten unter enger Zusammenarbeit verschiedener Fachdisziplinen behandelt und betreut werden. Denn Krebs sei oftmals eine Erkrankung des gesamten Organismus und nicht nur eines einzelnen Organs, so hieß es in Basel. Dem müsse die Behandlung Rechnung tragen, wobei die Patienten innerhalb des Zentrums quasi durch einen „Lotsen“ betreut werden sollen.
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