Nach dem Krebs noch Kinder?

Wer vor einer Krebsbehandlung steht, sollte auch darüber nachdenken, ob er nach der Behandlung noch ein Kind haben möchte. Denn sowohl beim Mann als auch bei der Frau sind dann einige vorbeugende Maßnahmen sinnvoll und möglich, um die Fruchtbarkeit trotz Chemo- und/oder Strahlenbehandlung zu erhalten.
Relativ einfach ist die Situation beim Mann: Es kann eine Samenprobe eingefroren werden, die dann später bei eventuell eingeschränkter Spermienqualität zur künstlichen Befruchtung genutzt werden kann.
Schwieriger ist die Situation für die Frau. „Aber es gibt auch für die Frau gute Möglichkeiten, die Fruchtbarkeit trotz Krebsbehandlung zu erhalten“, sagt Professor Dr. Michael von Wolff aus Heidelberg. Rund 75 Prozent aller geheilten jungen Krebspatienten wünschen sich seiner Erfahrung nach noch Kinder. Chemotherapie und Strahlenbehandlung aber können die Eierstöcke wie auch die Hoden schädigen und so die Fruchtbarkeit beeinträchtigen oder den Patienten sogar unfruchtbar machen.
Wenn Krebspatienten noch einen Kinderwunsch haben, sollten sie laut Professor Wolff deshalb vor Behandlungsbeginn in einem reproduktionsmedizinischen Zentrum vorgestellt werden. Dort kann geprüft werden, welche Maßnahmen notwendig und sinnvoll sind, damit nach erfolgreicher Behandlung später tatsächlich noch ein Kind gezeugt werden kann.
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