Darmkrebs – Therapie wird schonender


Chemotherapie kann nun weitgehend zu Hause erfolgen Operation und Chemotherapie – an den Grundzügen der Behandlung beim Darmkrebs hat sich wenig verändert. Und doch ist die Therapie für viele Patienten weitaus schonender geworden: Denn oftmals kann die Chemotherapie nun wenigstens teilweise zu Hause erfolgen. „Das war für mich eine große Erleichterung, weil ich weniger Zeit in der Klinik verbringen musste“, berichtete Norbert Tablick bei einer Podiumsdiskussion zum Thema Darmkrebs beim Deutschen Krebskongress in Berlin.
Vor drei Jahren erkrankte er, auf die Operation folgte die Chemotherapie, die Norbert Tablick als weitaus schonender erlebt hat als zuvor gedacht. Dazu hat nach seinen Worten auch die Tatsache beigetragen, dass Zytostatika wie der Wirkstoff Capecitabin jetzt in Tablettenform verfügbar sind und die Behandlung ein Stück weit im häuslichen Umfeld möglich wird.
An der Chemotherapie führt auch künftig beim Darmkrebs kein Weg vorbei: „Wir wissen, dass sich durch die Behandlungsform das Risiko für ein erneutes Auftreten des Tumors um gut 25 Prozent senken lässt“, mahnte Privatdozent Dr. Karsten Ridwelski aus Magdeburg. Haben sich bereits Metastasen ausgebildet, so kann es sogar notwendig sein, die Chemotherapie vor der Operation zu absolvieren. Das ist dann ratsam, wenn zum Beispiel Tochtergeschwülste in der Leber nicht ohne weiteres operiert werden können. „Durch die Chemotherapie gelingt es oft, die Metastasen so weit zu verkleinern, dass eine Operation dann doch wieder möglich wird“, erläuterte Krebsexperten Professor Dr. Hanno Riess aus Berlin.
Obwohl die Darmkrebsbehandlung schonender geworden ist, fühlen sich dennoch viele Patienten anschließend körperlich und auch seelisch weitgehend erschöpft. Ratsam ist deshalb fast immer eine anschließende Reha-Behandlung. „Doch diese Chance wird noch viel zu wenig genutzt“, meint Dr. Katharina Molenda von der Median-Klinik in Kalbe. Nur jeder dritte Krebspatient nimmt nach ihren Worten bislang die Möglichkeit einer solchen Anschlussbehandlung wahr.
Kalender
|
Baden-Württemberg 08.05.2012 |
Reha Angebot für Langzeit-Transplantierte in Freiburgweiterlesen |
|
Bayern 21.05.2012 |
Arzt-Sprechstunde zum Thema Krebsweiterlesen |
|
Sachsen-Anhalt 23.05.2012 |
Beratung für Krebsbetroffene in Bernburgweiterlesen |
|
Sachsen-Anhalt 24.05.2012 |
Beratung für Krebsbetroffene in Dessau-Roßlauweiterlesen |
Hilfestellungen
Patientenrechte
In enger Zusammenarbeit mit Fachanwälten, die auf sozial- und medizinrechtliche Fragestellungen spezialisiert sind, entsteht diese Serie. Sie gibt Hilfestellung im sozialmedizinischen Umfeld und beantwortet auch Ihre Fragen. mehr
Büchertipps
Welche Bücher aus dem vielfältigen Angebot sind lesenswert? Die Bücher- und Lesetipps werden unter inhaltlichen Aspekten der aktuellen Ausgabe dieser Zeitung und qualitativen Kriterien für die Leserschaft ausgewählt. mehr
Kosmetik- und Pflegetipps
Was bei der Hautpflege zu beachten ist, warum eine gute Hautpflege das A & O ist und wie sich Hautveränderungen sowie Folgen der Krebsbehandlung kaschieren lassen, erfahren Sie in Artikeln dieser Serie. mehr
Rezepttipps
Was können, dürfen oder mögen Krebspatienten essen und trinken? Auf diese Frage möchte die Zeitung Lebenswege einige einfache, kochbare und schmeckende Tipps geben. mehr
Sport und Bewegung bei Krebs
Regelmäßiger Sport kann nicht nur einer Krebserkrankung vorbeugen, sondern auch dazu beitragen, dass Menschen mit Krebs schneller genesen und weniger unter Begleiterscheinungen der Erkrankung und ihrer Behandlung leiden. mehr
Medizinerdeutsch von A bis Z
Ärzte sprechen häufig eine eigene Sprache und nicht immer haben sie Zeit, die Fachbegriffe zu übersetzen. Diese Rubrik soll zu etwas mehr Orientierung und Verständnis in der Medizinersprache beitragen. mehr
Tumorarten von A bis Z
Um Ihnen schnell Informationen zu Krebsarten zu bieten, können Sie in dieser Rubrik nach dem Alphabet Ihre gewünschten Informationen suchen. mehr



