Gute Heilungsaussichten: Lymphomtherapie – eine Erfolgsgeschichte

Bei kaum einer anderen Krebserkrankung haben die Onkologen so große Erfolge zu feiern wie bei den Lymphomen. Die Heilungsaussichten sind bei den verschiedenen Formen des Lymphknotenkrebses zwar unterschiedlich, bei den schnell und aggressiv wachsenden Non-Hodgkin-Lymphomen reichen sie aber schon nahe an 80 Prozent heran.
Zu verdanken ist diese erfreuliche Entwicklung laut Professor Dr. Michael Pfreundschuh von der Universität Homburg/Saar den Fortschritten bei der medikamentösen Behandlung der Lymphome. In erster Linie nannte er dabei die Möglichkeit, die Patienten mit dem Antikörper Rituximab zu behandeln: „Studien haben gezeigt, dass weit mehr Menschen von der Erkrankung geheilt werden, wenn wir den Antikörper zu einer Chemotherapie dazu geben“, sagte der Lymphomexperte kürzlich in Frankfurt.
Auch bei einer anderen Krankheitsform, dem so genannten follikulären Lymphom, das deutlich langsamer wächst, hat die Behandlung mit dem Antikörper entscheidende Fortschritte gebracht: „Die Lebenszeit der Patienten wird durch diese Behandlung erheblich verlängert“, berichtete Professor Dr. Wolfgang Hiddemann von der Universitätsklinik in München. Aus der Lymphomtherapie ist Rituximab nach seinen Worten deshalb nicht mehr wegzudenken.
Mit den guten Ergebnissen geben die deutschen Lymphomforscher sich allerdings noch nicht zufrieden. Sie arbeiten weiter daran, die Behandlung noch zu verbessern. So sollen bei den follikulären Lymphomen durch eine noch intensivere Behandlung die Heilungschancen verbessert werden. Bei den aggressiven Lymphomen geht es eher darum, bei Patienten mit günstigen Heilungsaussichten die Intensität der Behandlung zurückzunehmen. Damit wollen sie diese verträglicher machen, ohne dabei jedoch Heilungschancen einzubüßen.
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