02.07.08

Prostatakrebs – eine Erkrankung des höheren Lebensalters

Im Einzelfall kann Abwarten das Beste sein – Eine der häufigsten Krebserkrankungen des Mannes ist der Prostatakrebs. Er zeichnet allgemein für rund 22 Prozent aller Krebserkrankungen verantwortlich und tritt vor allem im höheren Lebensalter auf. Im Durchschnitt sind die betroffenen Patienten etwa 70 Jahre alt und damit etwas älter als bei den meisten anderen Krebserkrankungen. Sowohl hinsichtlich der Früherkennung des Prostatakarzinoms als auch bei dessen Therapie gibt es derzeit noch Kontroversen. Klar aber ist auch bei der Prostata: Je früher ein Karzinom erkannt wird, umso besser sind die Heilungsaussichten. Experten raten deshalb Männern ab dem 50. Lebensjahr eindringlich zur Teilnahme an den Krebs-Früherkennungsuntersuchungen.

Welche Bedeutung dabei dem so genannten prostataspezifischen Antigen (PSA) zukommt ist, wird nach wie vor umstritten diskutiert. Sicher ist, dass eine Erhöhung des PSA-Wertes nicht gleich „Krebs“ bedeutet. Erhöhte Spiegel des Antigens zeigen lediglich an, dass es Veränderungen in der Prostata gibt. Das aber können auch entzündliche Prozesse sein. Gesichert wird die Verdachtsdiagnose Prostatakrebs laut Professor Dr. Markus Hohenfellner aus Heidelberg durch bildgebende Untersuchungen und gegebenenfalls durch eine Prostatabiopsie mit feingeweblicher Untersuchung des entnommenen Probenmaterials.

„Die Behandlung wird zunehmend vielfältiger und lässt sich damit besser der individuellen Situation anpassen“, berichtete Professor Hohenfellner bei einer Pressekonferenz des Deutschen Krebsforschungszentrums in Heidelberg. Gemeinsam sollten die behandelnden Urologen, Chirurgen, Onkologen und Strahlentherapeuten über das Vorgehen im individuellen Fall beraten, was jedoch nur an spezialisierten Zentren möglich sein wird. Die Beratung aber ist nach Angaben des Mediziners wichtig, da die Behandlung sich an der Ausdehnung des Tumors und seiner Bösartigkeit ausrichten sollte, aber auch an der Lebenssituation des Patienten, seinem Lebensalter und seinem allgemeinen Gesundheitszustand.

„Wichtig ist, dass wir mit der Behandlung einen maximalen Effekt bei möglichst geringer Belastung des Patienten erwirken“, sagte Professor Hohenfellner.

Zur Sache
Beim Prostatakrebs gibt es verschiedene Behandlungsmöglichkeiten. Die Diagnose wirft deshalb oft Fragen auf, wie am besten vorzugehen ist und wann möglicherweise sogar ein abwartendes Verhalten gerechtfertigt ist. Der Krebsinformationsdienst hat nun sein Informationsangebot zu dieser Krebsform ausgeweitet: Unter der Telefonnummer 0800-4203040 können Betroffene und Interessierte einen Prostatakrebsexperten direkt anrufen.

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08.05.2012

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21.05.2012

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Sachsen-Anhalt

23.05.2012

Beratung für Krebsbetroffene in Bernburg

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Sachsen-Anhalt

24.05.2012

Beratung für Krebsbetroffene in Dessau-Roßlau

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