Blasenkrebs - noch unterschätzt

Blut im Urin – an Blasenkrebs denken zunächst die wenigsten Betroffenen. Doch diese Diagnose wird jährlich in Deutschland fast 30.000 Mal gestellt. Der Harnblasenkrebs steht damit laut der Deutschen Gesellschaft für Urologie an vierter Stelle der Krebserkrankungen bei Männern. Bei Frauen ist er deutlich seltener und liegt in der Häufigkeitsstatistik auf Platz acht.
Der Unterschied in der Häufigkeit von Blasenkrebs zwischen Mann und Frau erklärt sich durch die unterschiedlichen Rauchgewohnheiten. Denn das Zigarettenrauchen ist ein entscheidender Risikofaktor auch beim Blasenkrebs.
Die Heilungschancen bei Blasenkrebs hängen entscheidend davon ab, wie frühzeitig der Tumor erkannt wird. Ist er bereits tief in die Blasenwand hinein gewachsen, so muss die Harnblase entfernt werden. Vielen Patienten kann anschließend mit einer Harnersatzblase geholfen werden. Sie wird aus Teilen des Dünndarms gebildet und an die Stelle der natürlichen Harnblase platziert, wo sie deren Funktion übernimmt. Die Ersatzblase hat eine ähnliche Kapazität wie die ursprüngliche Blase und wird an den normalen Harnleiter angeschlossen. So erlaubt sie rund 70 % der Menschen mit fortgeschrittenem Blasenkrebs ein weitgehend normales Leben bei guter Lebensqualität.
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