Brustkrebs – die Therapie macht weiter Fortschritte: Neue Daten beim weltweit größten Krebskongress

Brustkrebs – die Therapie macht weiter Fortschritte

Professor Dr. Nadia Harbeck
Fortschritte vollziehen sich in der Medizin selten in großen, sondern fast immer in kleinen Schritten. So ist es auch beim Brustkrebs. Das zeigen neue Studiendaten, die beim weltweit größten Krebskongress, dem ASCO, in Chicago vorgestellt wurden.
Dort wurden den anwesenden Krebsexperten erstmals Daten der so genannten AVADO-Studie präsentiert. In dieser Studie wurden Frauen mit fortgeschrittener Brustkrebserkrankung, deren Krebszellen aber nicht den Marker HER2 an ihrer Oberfläche tragen, mit dem Wirkstoff Bevacizumab behandelt. Dieser verhindert, dass die Tumorzellen die Bildung neuer Blutgefäße im Körper veranlassen, über die sich der Tumor dann mit Nährstoffen versorgt. Das aber ist notwendig, damit er wachsen kann. Wird die Gefäßbildung gestoppt, so wird das weitere Tumorwachstum aufgehalten – eine Erkenntnis, die auch bei der Behandlung anderer Krebsformen wie dem Darmkrebs und dem Lungenkrebs bereits erfolgreich genutzt wird.
„Wir haben beim Brustkrebs gesehen, dass sich die Zeitspanne ohne Fortschreiten der Krebserkrankung verdoppeln lässt, wenn die Frauen neben der üblichen Chemotherapie auch Bevacizumab erhalten“, erläutert Professor Dr. Nadia Harbeck aus München die neuen Studiendaten.
Die Krebsexpertin macht gleichzeitig darauf aufmerksam, dass die Behandlung keinesfalls die Lebensqualität der Frauen, die in aller Regel in einem guten Allgemeinzustand sind, schmälert. Im Gegenteil, es gibt sogar Beobachtungen, dass sich die Frauen unter dem Hemmstoff der Gefäßneubildung (Angiogenesehemmer), der bereits seit einem Jahr zur Behandlung von Brustkrebs zugelassen ist, sogar deutlich besser fühlen.
Kalender
|
Baden-Württemberg 08.05.2012 |
Reha Angebot für Langzeit-Transplantierte in Freiburgweiterlesen |
|
Sachsen-Anhalt 23.05.2012 |
Beratung für Krebsbetroffene in Bernburgweiterlesen |
|
Sachsen-Anhalt 24.05.2012 |
Beratung für Krebsbetroffene in Dessau-Roßlauweiterlesen |
|
Sachsen-Anhalt 24.05.2012 |
Selbsthilfe zum Thema familiärer Brust- und Eierstockkrebsweiterlesen |
Hilfestellungen
Patientenrechte
In enger Zusammenarbeit mit Fachanwälten, die auf sozial- und medizinrechtliche Fragestellungen spezialisiert sind, entsteht diese Serie. Sie gibt Hilfestellung im sozialmedizinischen Umfeld und beantwortet auch Ihre Fragen. mehr
Büchertipps
Welche Bücher aus dem vielfältigen Angebot sind lesenswert? Die Bücher- und Lesetipps werden unter inhaltlichen Aspekten der aktuellen Ausgabe dieser Zeitung und qualitativen Kriterien für die Leserschaft ausgewählt. mehr
Kosmetik- und Pflegetipps
Was bei der Hautpflege zu beachten ist, warum eine gute Hautpflege das A & O ist und wie sich Hautveränderungen sowie Folgen der Krebsbehandlung kaschieren lassen, erfahren Sie in Artikeln dieser Serie. mehr
Rezepttipps
Was können, dürfen oder mögen Krebspatienten essen und trinken? Auf diese Frage möchte die Zeitung Lebenswege einige einfache, kochbare und schmeckende Tipps geben. mehr
Sport und Bewegung bei Krebs
Regelmäßiger Sport kann nicht nur einer Krebserkrankung vorbeugen, sondern auch dazu beitragen, dass Menschen mit Krebs schneller genesen und weniger unter Begleiterscheinungen der Erkrankung und ihrer Behandlung leiden. mehr
Medizinerdeutsch von A bis Z
Ärzte sprechen häufig eine eigene Sprache und nicht immer haben sie Zeit, die Fachbegriffe zu übersetzen. Diese Rubrik soll zu etwas mehr Orientierung und Verständnis in der Medizinersprache beitragen. mehr
Tumorarten von A bis Z
Um Ihnen schnell Informationen zu Krebsarten zu bieten, können Sie in dieser Rubrik nach dem Alphabet Ihre gewünschten Informationen suchen. mehr



