01.10.08

Peter Lustig ruft zur Gründung von Selbsthilfegruppen auf

Speziell für Lungenkrebspatienten werden mehr Selbsthilfegruppen gebraucht. Bislang bestehen nur drei dieser Gruppen, weshalb Ärzte, Wissenschaftler und Vertreter der Selbsthilfe zur Gründung weiterer Selbsthilfegruppen in ganz Deutschland aufrufen. In Berlin wurde dazu jetzt der Startschuss der Aktion „Selbsthilfe gegen Lungenkrebs“ gegeben.

Mit von der Partie war Peter Lustig, der vor etwa 25 Jahren selbst an Lungenkrebs erkrankt war. Der TV-Moderator der Sendung „Löwenzahn“ ist auch auf der neu eingerichteten Webseite der Aktion zu sehen und erklärt dort in gewohnt einfach verständlicher Art und Weise in drei Filmen, wie Lungenkrebs diagnostiziert werden kann, wie ein Lungenfunktionstest abläuft und welche Möglichkeiten der Behandlung von Lungenkrebs es mittlerweile gibt.

Wie wichtig die Selbsthilfe vor allem für Lungenkrebs-Patienten ist, machte Barbara Baysal, Mitbegründerin der Berlin Initiative beim Aktions-Startschuss deutlich: „Von ihrem Umfeld und allgemein von der Öffentlichkeit werden die Betroffenen oft diskriminiert und ihre lebensbedrohliche Erkrankung wird mit Tabus belegt“, sagte Frau Baysal.

Selbsthilfegruppe können in einer solchen Situation Hilfen bieten, die Familienangehörige, Freunde und auch die Ärzte nicht leisten können, so Frau Baysal. Denn die Selbsthilfe kann sich nach ihren Angaben gezielt um die Patienten kümmern, ihre Nöte besser verstehen und sie fördert zugleich den Austausch untereinander. 

Zur Sache
Wer eine Selbsthilfegruppe für Lungenkrebs gründen will, erhält nähere Informationen auf der Webseite der Aktion „Selbsthilfe gegen Lungenkrebs“ www.selbsthilfe-lungenkrebs.de oder direkt bei der Berliner Selbsthilfegruppe unter der Telefonnummer 030-66620069 und ab 18 Uhr unter 030-72324905.

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