Fortschritte bei der Darmkrebs-Therapie

Jährlich wird in Deutschland rund 70.000 Mal die Diagnose „Darmkrebs“ gestellt. Obwohl sich die Behandlungsmöglich- keiten in den vergangenen Jahren deutlich gebessert haben, können leider viele Patienten noch nicht geheilt werden. Trotz besserer Operationstechniken, gezielter Strahlentherapie und wirkungsvollen Behandlungsansätzen mit innovativen Medikamenten versterben in Deutschland derzeit noch rund 30.000 Menschen pro Jahr durch das so genannte Kolonkarzinom.
Da die Heilungschancen am größten sind, wenn der Tumor frühzeitig entdeckt wird, sollten die Möglichkeiten der Früherkennung konsequent genutzt werden. Noch nicht erkrankte Menschen zur Teilnahme an den Früherkenn- ungsuntersuchungen zu motivieren und Betroffene umfassend über die Erkrankung und ihre Behandlungsmöglichkeiten zu informieren, ist Ziel der bundesweiten Aufklärungskampagne „Dem Darmkrebs auf der Spur“, die auch in 2009 fortgesetzt wird. Im Frühjahr wie auch im Herbst wird es dazu wieder in mehreren Städten Deutschlands einen großen Informationsstand jeweils in einem Einkaufszentrum der jeweiligen Stadt geben, mit reichlich Informationsmaterial und Krebsmedizinern als Ansprechpartner vor Ort. Die Termine finden Sie auf der Homepage.
Auch wenn sich der Tumor schon entwickelt hat und möglicherweise erst im fortgeschrittenen Stadium entdeckt wird, profitieren die Betroffenen von den neuen Behandlungsmöglichkeiten. Denn die Chemotherapie ist inzwischen weit schonender geworden. So gibt es zum Beispiel mit dem Wirkstoff Capecitabin die Möglichkeit, wirksam auch mit Tabletten zu behandeln und Infusionen zu vermeiden. Capecitabin kann inzwischen in praktisch allen Stadien der Erkrankung eingesetzt werden. Denn Studien haben gezeigt, dass der Wirkstoff hocheffektiv ist und das Leben der Patienten verlängert.
Einen noch relativ neuen Behandlungsansatz bietet der Antikörper Bevacizumab, mit dem Darmkrebspatienten im fortgeschrittenen Stadium seit wenigen Jahren behandelt werden können. Der neuartige Wirkstoff wird üblicherweise zusätzlich zur Chemotherapie verabreicht. Er ist gut verträglich und trägt seinerseits dazu bei, dass sich die Krankheit stabilisiert, das Fortschreiten des Tumorwachstums aufgehalten wird und das Leben der Betroffenen insgesamt deutlich verlängert wird.
Kalender
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Sachsen-Anhalt 24.05.2012 |
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