Fortschritte bei der CLL-Behandlung: Antikörper bessert die Therapiechancen

Bei einem Krebskongress in San Francisco wurden neue Daten zur Behandlung der Leukämie vorgestellt. Die zusätzliche Gabe des Antikörpers Rituximab verbessert die Therapiechancen von Menschen mit chronisch lymphatischer Leukämie (CLL) ganz erheblich.
Gegenüber Patienten, die nur die herkömmliche Chemotherapie erhalten, kommt es bei denjenigen unter gleichzeitiger Therapie mit dem Antikörper zu einer doppelt so hohen Rate an Tumorremissionen. Patienten, die Rituximab erhalten, leben außerdem eindeutig länger krankheitsfrei. Das hat eine der bisher weltweit größten Studien zur Behandlung der CLL ergeben, deren Ergebnis kürzlich beim Kongress der „American Society of Hämatology“ in San Francisco vorgestellt wurde.
An der Studie, die unter Wissenschaftlern als CLL8-Protokoll bezeichnet wird und die von der Deutschen CLL-Studiengruppe initiiert wurde, nahmen 817 Patienten mit chronisch lymphatischer Leukämie, der häufi gsten Leukämieform im Erwachsenenalter, teil. Sie erhielten entweder die übliche Standard-Chemotherapie oder zusätzlich Rituximab.
Nach einer Beobachtungszeit von zwei Jahren waren 76 Prozent der Patienten, die Rituximab erhalten hatten, aber nur 63 Prozent unter der alleinigen Chemotherapie noch ohne Krankheitszeichen.
„Die Studie zeigt, dass die kombinierte Behandlung mit dem Antikörper das Ansprechen auf die Behandlung verbessert und der alleinigen Chemotherapie eindeutig überlegen ist“, erklärte Studienleiter Professor Dr. Michael Hallek aus Köln.
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