"Gemeinsam gesund werden"

Erkrankt eine Frau an Brustkrebs, so ist in aller Regel die ganze Familie von der Erkrankung betroffen. Eine zusätzliche Behandlung der Familienmitglieder und speziell der Kinder ist in der klassischen Medizin aber nicht vorgesehen und wohl auch kaum direkt möglich. Dem Problem hat sich deshalb die Rexrodt von Fircks Stiftung in ihrem Modellprojekt „Gemeinsam gesund werden“ angenommen.
Bei dem Projekt wird in der Klinik Ostseedeich in Grömitz die „mitleidende“ Familie von Frauen mit Brustkrebs mit in die Rehabilitationsbehandlung integriert, um eine heilsame Kommunikation mit den Kindern und mit dem Partner zu fördern. Unter anderem besteht das Ziel darin, die Selbstheilungskräfte der betroffenen Frauen zu aktivieren und zugleich die Kinder vor psychischen Schäden als Folge der ernsten Erkrankung in der Familie zu schützen. Das zunächst auf Mütter mit Brustkrebs ausgerichtete Behandlungskonzept soll nach Angaben von Stiftungsgründerin Annette Rexrodt von Fircks, die selbst an Brustkrebs erkrankt war, sofort nach der Erstbehandlung den Teufelskreis aus Belastung durch die Erkrankung, daraus resultierenden negativenAuswirkungen auf die Kinder und Partner und somit erneuter Belastung für die Mütter durchbrechen.
Die ersten Erfahrungen mit dem Projekt sind sehr positiv: Mehr als 90 Prozent der Mütter, Kinder und Partner gaben dem Projekt gute bis sogar sehr gute Noten und zeigten sich auch mit den einzelnen Angeboten der Rehamaßnahme überaus zufrieden. Die Antragstellung auf Teilnahme läuft über die Krankenkassen, Hilfestellung bietet das Mutter-Kind-Hilfswerk: Telefon 0800-2255100, E-Mail: rvfs(at)mutter-kind-hilfswerk.de, weitere Informationen unter www.rvfs.de.
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