25.03.09

Prostatakrebs

Jedes Jahr wird bei rund 58.000 Männern in Deutschland die Diagnose „Prostatakarzinom“ gestellt. Mit dem Begriff wird eine Krebserkrankung der Vorsteherdrüse bezeichnet, welche die Harnröhre des Mannes umschließt. Die Zahl der diagnostizierten Fälle ist in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen, was aber nicht zwangsläufig auf eine zunehmende Häufigkeit hindeutet.

Das Phänomen kann sich auch durch eine frühzeitigere Diagnosestellung infolge der inzwischen weiten Verbreitung der so genannten PSA-Testung erklären. Zeigen sich bei dieser Testung auf Prostata-spezifisches Antigen (PSA) erhöhte Werte, so kann dies auf eine Tumorerkrankung der Prostata hindeuten. Das Erkrankungsrisiko steigt mit zunehmendem Alter des Mannes und scheint direkt an das männliche Geschlechtshormon Testosteron gekoppelt zu sein.

Der Prostatakrebs macht sich im Frühstadium kaum mit Beschwerden bemerkbar. Probleme beim Wasserlassen deuten eher auf eine gutartige Veränderung der Prostata hin. Bösartige Veränderungen wirken hingegen meist erst störend auf das Wasserlassen, wenn sie so weit gewachsen sind, dass sie auf die Harnröhre drücken. Schmerzen verursacht der Prostatakrebs zudem meist erst, wenn bereits Metastasen zum Beispiel in den Knochen aufgetreten sind.

Beim Prostatakrebs handelt sich um einen Tumor, der bei den meisten Männern eher langsam wächst. Das erklärt, warum der Nutzen der  Früherkennungsuntersuchungen immer wieder kontrovers diskutiert wird. Anders als bei den meisten anderen Krebserkrankungen muss zudem nicht immer sofort behandelt werden. Es ist vielmehr bei lokal begrenztem Tumor in jedem Einzelfall sorgfältig abzuwägen, ob nicht ein beobachtendes Abwarten sinnvoller ist. Bei fortgeschrittenen Tumoren wird üblicherweise direkt behandelt. Die wichtigsten Verfahren sind die Operation, die Strahlentherapie und die Hormonbehandlung.

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