Zielgerichtete Therapien verlängern das Überleben


Lungenkrebs ist leider bislang nicht heilbar, wenn der Tumor erst in einem vergleichsweise späten Stadium festgestellt wird. Bei der Behandlung dreht sich dann alles darum, die Lebenszeit der Patienten möglichst weit zu verlängern.
Die Medizin hat in dieser Hinsicht in den vergangenen Jahren erhebliche Fortschritte gemacht. Durch Wirkstoffe, die den Tumor gezielt angreifen, gelingt es, sein Wachstum – und damit das Fortschreiten der Erkrankung – zu hemmen.
Es sind gleich zwei neuartige Wirkprinzipien, die diesen Fortschritt beim Lungenkrebs ausmachen: Zum einen kann versucht werden, durch spezielle Antikörper gegen Gefäß-Wachstumsfaktoren wie die Substanz Bevacizumab, den Tumor von seiner Nährstoffversorgung abzuschneiden und so regelrecht auszuhungern. Ein zweiter Ansatz blockiert direkt Wachstumssignale und stoppt so das Tumorwachstum.
In der so genannten ersten Linie wird beim Lungenkrebs seit gut einem Jahr der Antikörper Bevacizumab zusätzlich zu einer Chemotherapie eingesetzt. Er hat bewirkt, dass sich die durchschnittliche Lebenszeit der Betroffenen auf immerhin mehr als 14 Monate verlängert hat.
Kommt es zum Fortschreiten der Erkrankung, so kann die Behandlung mit dem zweiten Wirkprinzip, dem Wirkstoff Erlotinib, fortgesetzt werden. Die Substanz kann als Tablette eingenommen werden, so dass die Behandlung einfach zu Hause durchzuführen ist. Sie wird üblicherweise gut vertragen. Treten unter der Behandlung Hautveränderungen auf, so ist dies ein Zeichen dafür, dass die Therapie „anschlägt“. Die Experten raten, sich dann mit dem behandelnden Krebsmediziner zu beraten und einen Hautarzt aufzusuchen, der in der Behandlung solcher Begleitreaktionen versiert ist. Oft hilft bereits eine Reduktion der Wirkstoffdosis, um die Hautveränderungen zum Verschwinden zu bringen. Die Behandlungschancen im Hinblick auf den Tumor werden dadurch aber nicht beeinträchtigt.
Kalender
|
Baden-Württemberg 08.05.2012 |
Reha Angebot für Langzeit-Transplantierte in Freiburgweiterlesen |
|
Sachsen-Anhalt 23.05.2012 |
Beratung für Krebsbetroffene in Bernburgweiterlesen |
|
Sachsen-Anhalt 24.05.2012 |
Beratung für Krebsbetroffene in Dessau-Roßlauweiterlesen |
|
Sachsen-Anhalt 24.05.2012 |
Selbsthilfe zum Thema familiärer Brust- und Eierstockkrebsweiterlesen |
Hilfestellungen
Patientenrechte
In enger Zusammenarbeit mit Fachanwälten, die auf sozial- und medizinrechtliche Fragestellungen spezialisiert sind, entsteht diese Serie. Sie gibt Hilfestellung im sozialmedizinischen Umfeld und beantwortet auch Ihre Fragen. mehr
Büchertipps
Welche Bücher aus dem vielfältigen Angebot sind lesenswert? Die Bücher- und Lesetipps werden unter inhaltlichen Aspekten der aktuellen Ausgabe dieser Zeitung und qualitativen Kriterien für die Leserschaft ausgewählt. mehr
Kosmetik- und Pflegetipps
Was bei der Hautpflege zu beachten ist, warum eine gute Hautpflege das A & O ist und wie sich Hautveränderungen sowie Folgen der Krebsbehandlung kaschieren lassen, erfahren Sie in Artikeln dieser Serie. mehr
Rezepttipps
Was können, dürfen oder mögen Krebspatienten essen und trinken? Auf diese Frage möchte die Zeitung Lebenswege einige einfache, kochbare und schmeckende Tipps geben. mehr
Sport und Bewegung bei Krebs
Regelmäßiger Sport kann nicht nur einer Krebserkrankung vorbeugen, sondern auch dazu beitragen, dass Menschen mit Krebs schneller genesen und weniger unter Begleiterscheinungen der Erkrankung und ihrer Behandlung leiden. mehr
Medizinerdeutsch von A bis Z
Ärzte sprechen häufig eine eigene Sprache und nicht immer haben sie Zeit, die Fachbegriffe zu übersetzen. Diese Rubrik soll zu etwas mehr Orientierung und Verständnis in der Medizinersprache beitragen. mehr
Tumorarten von A bis Z
Um Ihnen schnell Informationen zu Krebsarten zu bieten, können Sie in dieser Rubrik nach dem Alphabet Ihre gewünschten Informationen suchen. mehr



