25.03.09

Zielgerichtete Therapien verlängern das Überleben

Lungenkrebs ist leider bislang nicht heilbar, wenn der Tumor erst in einem vergleichsweise späten Stadium festgestellt wird. Bei der Behandlung dreht sich dann alles darum, die Lebenszeit der Patienten möglichst weit zu verlängern.

Die Medizin hat in dieser Hinsicht in den vergangenen Jahren erhebliche Fortschritte gemacht. Durch Wirkstoffe, die den Tumor gezielt angreifen, gelingt es, sein Wachstum – und damit das Fortschreiten der Erkrankung – zu hemmen.

Es sind gleich zwei neuartige Wirkprinzipien, die diesen Fortschritt beim Lungenkrebs ausmachen: Zum einen kann versucht werden, durch spezielle Antikörper gegen Gefäß-Wachstumsfaktoren wie die Substanz Bevacizumab, den Tumor von seiner Nährstoffversorgung abzuschneiden und so regelrecht auszuhungern. Ein zweiter Ansatz blockiert  direkt Wachstumssignale und stoppt so das Tumorwachstum.

In der so genannten ersten Linie wird beim Lungenkrebs seit gut einem Jahr der Antikörper Bevacizumab zusätzlich zu einer Chemotherapie eingesetzt. Er hat bewirkt, dass sich die durchschnittliche Lebenszeit der Betroffenen auf immerhin mehr als 14 Monate verlängert hat.

Kommt es zum Fortschreiten der Erkrankung, so kann die Behandlung mit dem zweiten Wirkprinzip, dem Wirkstoff Erlotinib, fortgesetzt werden. Die Substanz kann als Tablette  eingenommen werden, so dass die Behandlung einfach zu Hause durchzuführen ist. Sie wird üblicherweise gut vertragen. Treten unter der Behandlung Hautveränderungen auf, so ist dies ein Zeichen dafür, dass die Therapie „anschlägt“. Die Experten raten, sich dann mit dem behandelnden Krebsmediziner zu beraten und einen Hautarzt aufzusuchen, der in der Behandlung solcher Begleitreaktionen versiert ist. Oft hilft bereits eine Reduktion der Wirkstoffdosis, um die Hautveränderungen zum Verschwinden zu bringen. Die Behandlungschancen im Hinblick auf den Tumor werden dadurch aber nicht beeinträchtigt.

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