01.04.09

Es gibt frühzeitige Warnsignale: Appetitverlust - Alarmzeichen für Magenkrebs

Appetitlosigkeit, Übelkeit und Erbrechen sowie ein ungewollter Gewichtsverlust – das sind allgemeine Warnsignale des Körpers. Sie müssen nicht, können aber Folge einer Krebserkrankung sein.

Auf einen möglichen Magenkrebs weisen sie hin, wenn häufiger unklare Oberbauchbeschwerden bestehen, wenn jemand über längere Zeit ein Druck- und Völlegefühl in der Magengegend verspürt, wenn er allgemeine Verdauungsbeschwerden bekommt und viele  Nahrungsmittel nicht mehr so gut verträgt wie früher. Kommt hinzu, dass man eine Abneigung vor bestimmten Speisen und Getränken entwickelt, die man früher gerne gemocht hat, dass man häufig unter Schluck- störungen leidet und das Essen nicht mehr richtig hinunter bekommt, muss unbedingt ein Magenkarzinom abgeklärt werden.

Vor allem ältere Menschen nehmen solche Beschwerden leider oft einfach hin, weil sie sie für altersbedingt halten. Damit werden jedoch wertvolle Behandlungschancen vertan. Denn wie bei vielen anderen Krebserkrankungen sind auch beim Magenkrebs durchaus gute Heilungschancen gegeben, wenn die bösartigen Veränderungen sehr früh erkannt werden. In aller Regel wird versucht, den Tumor operativ zu entfernen, was vor allem in Frühstadien möglich ist. Denn ist der Tumor noch klein und nicht tief in die Magenwand hineingewachsen, so kann er – ähnlich wie Polypen im Darm – möglicherweise sogar schon im Rahmen einer Magenspiegelung abgetragen werden. Ist der Tumor allerdings größer, so müssen häufig Teile des Magens operativ entfernt werden.

Bei fortgeschrittener Erkrankung ist auf jeden Fall eine Chemotherapie notwendig, um das Tumorwachstum einzudämmen. Auch die Chemotherapie ist inzwischen weit verträglicher als früher geworden. So ist dank moderner Wirkstoffe wie dem Capecitabin eine Behandlung ohne Infusionen und ohne Portsystem möglich geworden. Der Wirkstoff wird vielmehr in Tablettenform eingenommen, wodurch die Therapie bequem zu Hause erfolgen kann. Das moderne Zytostatikum weist Studien zufolge dabei eine überzeugende Wirksamkeit auf: Es zerstört die Tumorzellen, schont da- bei aber gesunde Zellen und wird dadurch in aller Regel auch gut vertragen.

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