01.04.09

Rekonstruktion der Brust - sich frühzeitig informieren!

Bei den meisten Frauen mit Brustkrebs lässt sich der Tumor entfernen, ohne dass die betroffene Brust abgenommen werden muss. Eine solche brusterhaltende Operation ist jedoch nicht immer möglich.

Wachsen zum Beispiel mehrere kleinere Tumore an verschiedenen Stellen, so muss eine so genannte Mastektomie, also eine völlige Entfernung der Brust, vorgenommen werden. Das ist immer auch dann der Fall, wenn anders eine vollständige Entfernung des Tumors und/oder eine Nachbestrahlung nicht erfolgen können.

Wünscht die betroffene Frau einen Wiederaufbau der Brust, so können oft schon während der Operation erste Maßnahmen hierfür getroffen werden. Es ist deshalb sinnvoll, dass sich Frauen mit Brustkrebs bereits vor der  chirurgischen Entfernung des Tumors darüber informieren, wie eine spätere Brustrekonstruktion durchgeführt werden kann. Grundsätzlich gibt es dabei zwei Möglichkeiten: Die Implantation einer Prothese oder der Brustwiederaufbau. Beide Verfahren haben Vor- und Nachteile, so dass eine sorgfältige Beratung mit dem behandelnden Arzt und auch mit dem Chirurgen wichtig ist, damit im individuellen Fall die für die Frau optimale Lösung gefunden wird.

Weltweit bisher einmalig ist ein Eingriff, der an der Klinik für Geburtshilfe und Frauenheilkunde der Universität München vorgenommen wurde: Dort wurde bei einer 67-jährigen Patienten in einer einzigen Operation der Tumor in der erkrankten Brust entfernt, gleichzeitig die gegenüber liegende gesunde Brust geteilt und aus dem Gewebe die andere Brust wiederaufgebaut. „Ein  solcher Eingriff setzt natürlich ausreichend vorhandenen Brustgewebe voraus“, berichte Dr. Darius Dian vom Münchner Klinikum.

Die Operationstechnik, die auch Mammasplitting genannt wird, bezeichnet er als vielversprechende Methode, zu der die Chirurgen allerdings nun noch mehr Erfahrungen sammeln müssen, ehe das neue Verfahren allgemein empfohlen werden kann.

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