Jimmy Hartwig: Dem Krebs die Stirn bieten

Bange machen gilt nicht, meint der Ex-Fußballer – „Warum gerade ich? Klar gibt es Tage, an denen ich genauso gedacht habe“, sagt Jimmy Hartwig.
Aber „bange machen gilt nicht“, meint der ehemalige Fußballspieler, der 1991 an einem Prostatakarzinom erkrankte und einige Jahre später an einem Hirntumor. Er hat beide Krebserkrankungen überwunden. Vielleicht auch deshalb, weil er nie aufgegeben und nie ernsthaft mit seinem Schicksal gehadert hat. „Man muss nach vorne schauen, dem Krebs die Stirn bieten“, sagt der Mann mit der großen Klappe, wie er sich selbst bezeichnet.
Trotzdem hat der Krebs sein Leben nachhaltig verändert. Aus der eigenen Betroffenheit heraus wirbt Hartwig inzwischen vehement für mehr Teilnahme bei den Krebsvorsorge-Untersuchungen. Er spricht dabei vor allem die Männer an. „Das sind bei uns regelrechte Krebsvorsorge-Muffel“, mahnt Jimmy Hartwig. „Was ist schon dabei, sich einmal im Monat selbst die Hoden zu untersuchen und regelmäßig zu der Krebsvorsorge zum Urologen zu gehen?“ fragt er bei Veranstaltungen in die Runde.
Hat sich ein Tumor gebildet, so ist laut Hartwig ebenfalls ein gutes Stück Eigenverantwortung gefragt. Sich nur auf die moderne Medizin zu verlassen, ist nach seinen Worten keine Lösung. „Klar brauchen wir gute Ärzte und eine gute Medizin gegen den Krebs. Wir müssen aber auch selbst aktiv werden“, sagt Energiebündel Hartwig. „Machen Sie die Augen zu, wandern Sie mit ihren Gedanken durch den Körper, spüren Sie jedes Organ und jede Faser und fordern Sie alle Körperpartien auf, aktiv an der Heilung mitzuarbeiten!“
Ein solches Mentaltraining hilft, den eigenen Körper besser kennen zu lernen und gibt Kraft, die Tumorerkrankung und die anstrengende Behandlung durchzustehen. Hartwig: „Eine Krebserkrankung ist für jeden Betroffenen eine Lebenskrise. Sie macht den Tod greifbar, aber sie birgt auch Chancen. Chancen, das Leben mit neuen Augen zu sehen, anzunehmen und zu genießen“.
Kalender
|
Baden-Württemberg 08.05.2012 |
Reha Angebot für Langzeit-Transplantierte in Freiburgweiterlesen |
|
Bayern 21.05.2012 |
Arzt-Sprechstunde zum Thema Krebsweiterlesen |
|
Sachsen-Anhalt 23.05.2012 |
Beratung für Krebsbetroffene in Bernburgweiterlesen |
|
Sachsen-Anhalt 24.05.2012 |
Beratung für Krebsbetroffene in Dessau-Roßlauweiterlesen |
Hilfestellungen
Patientenrechte
In enger Zusammenarbeit mit Fachanwälten, die auf sozial- und medizinrechtliche Fragestellungen spezialisiert sind, entsteht diese Serie. Sie gibt Hilfestellung im sozialmedizinischen Umfeld und beantwortet auch Ihre Fragen. mehr
Büchertipps
Welche Bücher aus dem vielfältigen Angebot sind lesenswert? Die Bücher- und Lesetipps werden unter inhaltlichen Aspekten der aktuellen Ausgabe dieser Zeitung und qualitativen Kriterien für die Leserschaft ausgewählt. mehr
Kosmetik- und Pflegetipps
Was bei der Hautpflege zu beachten ist, warum eine gute Hautpflege das A & O ist und wie sich Hautveränderungen sowie Folgen der Krebsbehandlung kaschieren lassen, erfahren Sie in Artikeln dieser Serie. mehr
Rezepttipps
Was können, dürfen oder mögen Krebspatienten essen und trinken? Auf diese Frage möchte die Zeitung Lebenswege einige einfache, kochbare und schmeckende Tipps geben. mehr
Sport und Bewegung bei Krebs
Regelmäßiger Sport kann nicht nur einer Krebserkrankung vorbeugen, sondern auch dazu beitragen, dass Menschen mit Krebs schneller genesen und weniger unter Begleiterscheinungen der Erkrankung und ihrer Behandlung leiden. mehr
Medizinerdeutsch von A bis Z
Ärzte sprechen häufig eine eigene Sprache und nicht immer haben sie Zeit, die Fachbegriffe zu übersetzen. Diese Rubrik soll zu etwas mehr Orientierung und Verständnis in der Medizinersprache beitragen. mehr
Tumorarten von A bis Z
Um Ihnen schnell Informationen zu Krebsarten zu bieten, können Sie in dieser Rubrik nach dem Alphabet Ihre gewünschten Informationen suchen. mehr



