mamazone – Deutschlands größte Initiative gegen Brustkrebs wird zehn Jahre alt



Die „Patientenorganisation plus“ startet weitere neue Projekte: Aus persönlicher Betroffenheit heraus entstand vor genau zehn Jahren „mamazone“. Die Patientenorganisation ist inzwischen zu Deutschlands größter Brustkrebsinitiative „herangewachsen“. Der eingetragene Verein, der von Ursula Goldmann-Posch gegründet und bis heute geleitet wird, hat zahlreiche Projekte ins Leben gerufen, die Frauen mit Brustkrebs bei ihrem Weg durch Diagnostik und Therapie und bei ihrer Krankheitsbewältigung unterstützen.
Ein zweites Ziel der Organisation ist es, die Wissenschaft im Kampf gegen den Krebs zu fördern. „Wir wollen nicht in der Betroffenheit verharren, sondern uns aktiv am Kampf gegen den Krebs beteiligen, um die Überlebenschancen der Frauen zu steigern“, sagt Ursula Goldmann-Posch.
Wie groß das Bedürfnis von Frauen mit Brustkrebs an Informationen und Hilfestellungen durch mamazone e. V. war und ist, zeigt laut Inge Bördlein-Wahl, die die Regionalgruppe Heidelberg/Mannheim leitet, der rasche Anstieg der Mitgliederzahlen. Beginnend mit einer Handvoll Frauen, die selbst an Brustkrebs erkrankt waren, zählt die Organisation inzwischen mehr als 1.750 Mitglieder. Bei der Mehrzahl von ihnen handelt es sich nach wie vor um betroffene Frauen, zunehmend aber finden auch Angehörige, Ärzte und Wissenschaftler den Weg zu mamazone. „Das dürfte auch damit zu tun haben, dass die initiierten Projekte und Kampagnen umfassend die Interessen der Patientinnen vertreten und zugleich die Forschung vorantreiben“, sagt Inge Bördlein-Wahl. Neben der von Ursula Goldmann-Posch unter dem Dach von mamazone ins Leben gerufenen Stiftung PATH für Frauen mit Brustkrebs und dem mamazone-Mobil (siehe Seite 1) zeigen diese das kontinuierliche Engagement mit Informationsständen bei verschiedensten Veranstaltungen rund um das Thema Krebs, das „Projekt Diplompatientin“ und die Verleihung des „Busenfreund-Award“, einem Wissenschaftspreis von Patientinnen an die Brustkrebsforschung. „Die Auszeichnung wird an Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler vergeben, die sich mit ihren Forschungsarbeiten vor allem an den Interessen der Patientinnen orientieren“, erklärt Frau Bördlein-Wahl.
Die Patientenorganisation bietet zudem aktuelle Informationen zum Thema Brustkrebs auf ihrer Webseite (www.mamazone.de) und gibt mit dem Magazin „MAG“ eine regelmäßige Informationsschrift heraus, die kostenfrei bei der Initiative angefordert werden kann.
Neben diesen umfassenden Aktivitäten macht sich mamazone zunehmend auch für Kinder von Müttern mit Brustkrebs stark und will dazu jetzt das „mamazone-Sorgentelefon: Hilfe, meine Mama hat Brustkrebs!“ ins Leben rufen. Eine Sozialpädagogin soll im Rahmen einer Hotline den betroffenen Kindern quasi als „Seelsorgerin“ für Nöte und Fragen rund um die Erkrankung zur Seite stehen. Sie soll ferner anrufenden Müttern behilflich sein, und das bis hin zum Vermitteln nützlicher Adressen, zum Beispiel wenn es darum geht, wo die Kinder während der Zeiten der Chemotherapie oder Strahlenbehandlung ihrer Mütter sicher und sorgenfrei untergebracht werden können, wenn familiäre Unterstützung in diesen Zeiten nicht möglich ist. Die Telefonnummer der Hotline wird voraussichtlich ab Juni 2010 auf der Webseite der Patientenorganisation bekannt gegeben.
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