CLL-Behandlung: Länger tumorfrei leben trotz chronisch lymphatischer Leukämie

Deutlich länger ohne Tumorerscheinungen überleben – das geht auch bei fortgeschrittener chronisch lymphatischer Leukämie (CLL), wenn zusätzlich zur üblichen Chemotherapie mit dem Antikörper Rituximab behandelt wird. Das zeigen Studien wie zum Beispiel die so genannte REACH Studie.
Sie hat ergeben, dass die zusätzliche Gabe des Antikörpers bei Menschen mit rezidivierter CLL – dem Namen nach eine Leukämie, tatsächlich aber ein Lymphom – die krankheitsfreie Lebenszeit von durchschnittlich 20 auf 30 Monate steigert.
Zwar werden die Patienten somit nicht geheilt, sie gewinnen aber wertvolle Lebenszeit. „Die zusätzliche Behandlung mit dem Antikörper Rituximab ist ein wichtiger Fortschritt bei Patienten mit CLL im fortgeschrittenen Stadium“, berichtete Dr. Barbara Eichhorst aus Köln dort bei der Vorstellung der neuen Studienergebnisse.
Die neuen Studiendaten ergänzen die Ergebnisse früherer Studien, in denen auch bei der Erstbehandlung der CLL deutliche Vorteile einer zusätzlichen Antikörpertherapie gesehen worden waren. Damit schließt sich nun der Kreis: Denn es wird deutlich, dass praktisch alle CLL-Patienten von einer Kombination der üblichen Chemotherapie mit dem Antikörper Rituximab profitieren.
Der Antikörper hat ganz allgemein die Behandlung von Lymphomen regelrecht revolutioniert. Seit seiner Erstzulassung vor elf Jahren ist Rituximab aus der Lymphombehandlung nicht mehr wegzudenken. Der Wirkstoff verlängert das krankheitsfreie Überleben und erhöht bei bestimmten Lymphomformen wie zum Beispiel einem aggressiven Non-Hodgkin-Lymphom sogar die Chancen auf eine definitive Heilung.
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