LebensBlicke – Engagement für die Darmkrebs-Früherkennung

Wie bei vielen Tumoren, so sind auch beim Darmkrebs die Heilungschancen umso größer, je früher
die Erkrankung entdeckt wird. Der Früherkennung dienen Stuhluntersuchungen sowie eine vorsorgliche Darmspiegelung, wobei die Kosten der Maßnahmen ab einem gewissen Alter durch die Krankenkassen übernommen werden.
Dem Ziel, die Bevölkerung noch besser über den Darmkrebs und die Möglichkeiten der Früherkennung und Vermeidung zu informieren und sie zu motivieren, die Untersuchungen in Anspruch zu nehmen, hat sich die Stiftung LebensBlicke verschrieben. „Durch das konsequente Nutzen der Untersuchungsmöglichkeiten ließen sich viele Todesfälle durch Darmkrebs hierzulande verhindern“, erklärt dazu Professor Dr. Jürgen F. Riemann aus Ludwigshafen, auf dessen Initiative hin die Stiftung LebensBlicke bereits vor mehr als zehn Jahren gegründet wurde.
Dass sich das Engagement lohnt, verdeutlichen laut Professor Riemann am besten Zahlen: So erkrankten 1998 rund 57.000 Menschen in Deutschland an Darmkrebs, etwa 30.000 verstarben durch diese Erkrankung. Damals setzte sich LebensBlicke das Ziel, die Zahl der Todesfälle durch Darmkrebs bis zum Jahre 2010 zu halbieren. Zunächst stieg dabei bis 2008 die Zahl der entdeckten Darmkrebserkrankungen an, was daran liegt, dass vermehrt Menschen die Früherkennungsuntersuchungen wahrgenommen haben und somit mehr Tumore frühzeitig gefunden wurden. Parallel dazu ist die Zahl der Todesfälle durch Darmkrebs zurückgegangen. Sie liegt zurzeit bei etwa 26.000 pro Jahr. „Auch wenn wir damit das uns gesetzte Ziel noch nicht ganz erreicht haben, sind wir doch mit dieser Entwicklung sehr zufrieden“, sagt Professor Riemann. „Sie zeigt, dass sich die Bemühungen um die Früherkennung lohnen“.
Die Zahlen demonstrieren nach seinen Worten aber auch, dass der Darmkrebs nach wie vor eine Herausforderung darstellt und alles getan werden muss, um die Heilungschancen der Menschen nachhaltig zu bessern.
LebensBlicke hat deshalb ein Netzwerk an lokalen Repräsentanten der Stiftung im ganzen Bundesgebiet aufgebaut. Es handelt sich vor allem um Ärzte, die sich direkt um die Aufklärung der Bevölkerung bemühen und zum Beispiel während des „Darmkrebsmonats März“ mit vielfältigen Aktionen auf die Erkrankung aufmerksam machen. Das erklärt, warum in den kommenden Tagen in vielen Arztpraxen und Kliniken auf das Problem Darmkrebs verstärkt hingewiesen werden wird. Weitere Informationen über LebensBlicke gibt es im Internet unter www.lebensblicke.de oder unter der Hotline 0800-2244221.
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