30.04.10

Weniger Menschen sterben an Darmkrebs - Krebsmediziner berichten erfreuliche Entwicklung

Die Krankheitszahlen nehmen zwar weiterhin zu, doch es sterben hierzulande inzwischen deutlich weniger Menschen an Darmkrebs als noch vor einigen Jahren. „Das gilt für Männer wie auch Frauen gleichermaßen“, erklärte Professor Dr. Wolff Schmiegel anlässlich des 29. Deutschen Krebskongresses in Berlin. Es werden nach seinen Worten inzwischen Überlebenszeiten erreicht, wie sie noch vor wenigen Jahren undenkbar waren.

Nach wie vor aber bleibt der Darmkrebs, laut Professor Schmiegel, in Deutschland die zweithäufigste Krebsneuerkrankung und – auch die zweithäufigste Krebstodesursache bei Männern und Frauen. Für beide Geschlechter zusammen genommen ist Darmkrebs mit 73.000 Neuerkrankungen jährlich sogar die häufigste Krebsneuerkrankung.

 

Dafür, dass die Sterblichkeit an Darmkrebs dennoch zurückgeht, macht Professor Schmiegel zum einen die verbesserten Früherkennungsmaßnahmen verantwortlich. So hat die vorsorgliche Darmspiegelung dank intensiver Aufklärung der Bevölkerung an Akzeptanz gewonnen und es werden mehr und mehr Tumore im Frühstadium entdeckt.

Andererseits tragen die neuen Krebsmedikamente und die damit verbesserten Behandlungsmöglichkeiten maßgeblich zum Rückgang der Sterberaten bei. Das gilt laut Professor Schmiegel vor allem für fortgeschrittene Darmkrebserkrankungen. Die betroffenen Patienten profitieren nach seinen Angaben  zunehmend von neuen zielgerichteten Substanzen, die an wichtigen Schaltstellen im Tumorgewebe angreifen und das Tumorwachstum hemmen.

Zum Therapieerfolg beim metastasierten Darmkrebs hat laut Professor Schmiegel außerdem die verbesserte Behandlungsqualität beigetragen, die mittlerweile durch 140 von der Deutschen Krebsgesellschaft zertifizierte Darmkrebszentren in Deutschland sichergestellt ist.                                      

 

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