Schilddrüsenkrebs – hohe Heilungschancen - Zentrale Rolle spielt die Radiojodtherapie
Pro Jahr erkranken in Deutschland mehr als 5.000 Menschen an einem Krebs der Schilddrüse. Dieser gehört damit zu den seltenen bösartigen Tumoren. Dank nuklearmedizinischer Diagnose- und Therapieverfahren können aber mehr als 95 Prozent der betroffenen Patienten geheilt werden. Das teilt die Deutsche Gesellschaft für Nuklearmedizin mit.
Die erste Maßnahme bei der Behandlung des Schilddrüsenkrebses besteht in der operativen Entfernung des Tumors sowie der Schilddrüse. Aus Sorge vor Nebenwirkungen, wie etwa einer Verletzung der Stimmbandnerven, ist es allerdings nicht möglich, die Schilddrüse komplett zu entfernen. Daher wird nach der Operation durch eine Radiojodtherapie versucht, das verbliebene Schilddrüsengewebe auszuschalten und damit die darin möglicherweise enthaltene Tumorzellen.
Dabei nehmen die Tumorzellen radioaktives Jod auf. Die kurzreichende Strahlung wird genutzt, um das Restgewebe der Tumore wirkungsvoll abzutöten.
Im Vergleich zu anderen Methoden der Krebsbehandlung sind die Nebenwirkungen der Radiojodtherapie vergleichsweise gering. Für den Patienten ist zudem im Anschluss an eine solche nuklearmedizinische Therapie des Schilddrüsenkarzinoms wieder ein normales Leben möglich. Langzeitbeobachtungen zeigen sogar, dass die Lebenserwartung der weitaus meisten geheilten Patienten vergleichbar der Normalbevölkerung ist.
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