Brustkrebs? Auf jeden Fall ins zertifizierte Brustzentrum - Erstmals bessere Überlebenschancen belegt

Durch die Etablierung zertifizierter Brustzentren hat sich die Prognose von Frauen mit Brustkrebs deutlich verbessern lassen. Das haben zwei international beachtete Untersuchungen ergeben, die beim Kongress der Deutschen Gesellschaft für Senologie in Dresden vorgestellt wurden. Sie bestätigen die schon länger von Experten gehegte Vermutung, dass die in diesen Zentren gewährleisteten Qualitätsstandards bei der Diagnostik und Therapie des Tumors eindeutige Überlebensvorteile bieten.
„Eine Verminderung der Sterblichkeit an Brustkrebs ist heutzutage nicht mehr durch einzelne Innovationen möglich“, erläuterte dazu Professor Dr. Diethelm Wallwiener aus Tübingen. „Nur durch die Qualitätsverbesserung der gesamten Kette von der Diagnose bis zu den verschiedensten Behandlungsoptionen kann das Überleben von Frauen mit Brustkrebs verbessert werden“, sagte der Brustkrebspezialist in Dresden. Wichtigster Faktor ist dabei die gemeinsame Fallbesprechung der an der Behandlung beteiligten Fachärzte in einer Tumorkonferenz. In den zertifizierten Brustzentren werden mehr als 97 Prozent der „Fälle“ in solchen so genannten Tumorboards besprochen. Seit 2003 sind mehr als 250 Brustzentren in Deutschland zertifiziert worden. Sie haben damit ein anerkanntes Gütesiegel für die Diagnostik und Therapie des Mammakarzinoms erhalten. 91,5 Prozent der Frauen, bei denen die Diagnose Brustkrebs gestellt wird, werden mittlerweile in einem solchen Zentrum behandelt.
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