Eierstockkrebs – oft erst spät entdeckt

Jährlich erkranken knapp 8.000 Frauen hierzulande an einem Krebs der Eierstöcke, medizinisch Ovarialkarzinom genannt. Der Eierstockkrebs ist damit die zweithäufigste bösartige Erkrankung der weiblichen Geschlechtsorgane. Er gehört zu den besonders aggressiven Tumoren.
Die von der Erkrankung ausgehende Gefahr liegt vor allem darin, dass der Eierstockkrebs meist erst vergleichsweise spät erkannt wird. Es liegt in aller Regel bei seiner Entdeckung bereits ein fortgeschrittenes Tumorstadium vor, was die Heilungschancen stark einschränkt.
Ursache für die meist späte Diagnose ist das Fehlen von charakteristischen Symptomen im Frühstadium der Krebserkrankung. Beschwerden, etwa Leibschmerzen, Blutungsstörungen oder ein ungewöhnliches Nachlassen der Leistungsfähigkeit, werden oft lange Zeit verkannt und führen meist erst mit zeitlicher Verzögerung zur richtigen Diagnose. Anders als beim Brustkrebs gibt es beim Eierstockkrebs zudem keine Früherkennungsuntersuchung, mit der sich routinemäßig nach dem Tumor fahnden ließe. Bei der Behandlung des Ovarialkarzinoms setzen die Krebsmediziner in erster Linie auf die Operation. Diese sollte möglichst radikal erfolgen, da der Tumor zum erneuten Auftreten, also zur Bildung eines Rezidivs neigt, wenn Tumorreste bei dem Eingriff im Körper zurückbleiben.
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