22.07.2015

Nach der Strahlentherapie in die Sonne?

Vorsicht beim Aufenthalt in der Sonne nach einer Strahlentherapie

Tipps für einen guten Sonnenschutz

Erst der Schock der Diagnose, dann die Belastungen der Therapie – so mancher Krebspatient sehnt sich nach Sonne, Strand und Meer. Doch darf man als Krebspatient unbeschwert in die Sonne? Was ist dabei konkret zu beachten?

Solche Fragen, die sich so mancher Betroffene stellt, sind völlig gerechtfertigt. Denn die Tumorbehandlung  macht die Haut empfindlicher. Das gilt insbesondere für die Strahlentherapie. Zwar kommt es dank der modernen Bestrahlungstechnik nur noch selten zu schweren Strahlenschäden an der Haut. Vorsicht im Umgang mit den UV-Strahlen der Sonne ist dennoch geboten, wie der Krebsinformationsdienst (KID) des Deutschen Krebsforschungszentrums (DKFZ) mitteilt. Die Experten des KID empfehlen deshalb den Patienten, unbedingt bei ihrem Strahlentherapeuten nachzufragen, ob, wann und wie lange sie nach der Strahlenbehandlung in die Sonne dürfen.

Im Allgemeinen wird laut KID geraten, während und unmittelbar nach einer Strahlentherapie direkte Sonnenbestrahlung zu vermeiden. Auch langfristig ist Vorsicht geboten, denn vor allem die Haut im Bestrahlungsgebiet bleibt auf Dauer empfindlicher als nicht bestrahlte Haut. Das aber bedeutet keineswegs, auf Urlaub und Aufenthalte in der Sonne verzichten zu müssen. Wichtig aber ist ein sorgfältiger Sonnenschutz, wie er auch gesunden Menschen empfohlen wird.

Dazu gehört, dass man lange Sonnenbäder und den Aufenthalt in der prallen Mittagssonne vermeidet und die unbedeckte Haut sorgfältig mit einem Sonnenschutzmittel mit hohem Lichtschutzfaktor eincremt. Vor allem bestrahlte Hautpartien sollten zudem mit weiter und bequemer Kleidung bedeckt und so vor dem UV-Licht geschützt werden. Hautpartien, die der Bestrahlung ausgesetzt waren, bedürfen zudem ebenso wie Operationsnarben einer noch intensiveren Beobachtung und Pflege als die übrige Haut.