20.12.2016

Krebsnachsorge: Individuell variabel

Keine verbindliche Regelung

Die Krebs-Nachsorge beginnt bei vielen Krebspatienten direkt nach der Ersttherapie und der Rehabilitation. Sie beinhaltet regelmäßige Kontrolluntersuchungen, damit eine gegebenenfalls wiederkehrende Krebserkrankung möglichst früh erkannt und behandelt wird. 

Um die Lebensqualität der Betroffenen zu erhalten, werden in der Krebs-Nachsorge auch Beschwerden, Folgeerkrankungen und Nebenwirkungen erfragt und behandelt. Haben Patienten psychische, seelische oder soziale Probleme, kann der betreuende Arzt einen Psychoonkologen hinzuziehen. Werden alle diese Aspekte in der Nachsorge gleichermaßen berücksichtigt, kann eine gut strukturierte und mit allen Akteuren abgestimmte Nachsorge den Behandlungserfolg sichern und die Chancen für ein längeres Leben mit guter Lebensqualität erhöhen.

Je nach Art und Verlauf seiner Erkrankung geht jeder Patient jedoch mit anderen Voraussetzungen in die Nachsorge. Bei längerer Behandlung und ergänzenden Therapien sind die Übergänge zwischen Erstbehandlung, Verlaufskontrolle und Nachsorge sogar fließend. Je nach Krebsart und persönlicher Situation lassen Patienten die Nachsorge in einer onkologischen Klinik-Ambulanz, bei onkologisch geschulten Fachärzten oder dem Hausarzt durchführen. Für besondere Untersuchungen wie Röntgenaufnahmen, Computertomografien oder Magnetresonanztomografien konsultieren sie zusätzlich Spezialisten. Deshalb gestaltet sich der Nachsorgeplan heutzutage meist individuell.