01.10.2008

Hilfe bei Knochenmetastasen: Weniger Schmerzen und weniger Knochenbrüche

Beim fortgeschrittenen Brustkrebs ist das Risiko hoch, dass sich Knochenmetastasen bilden. Die betroffenen Frauen haben unbehandelt meist große Schmerzen. „Außerdem besteht die Gefahr, dass es zu Knochenbrüchen kommt“, betont Professor Dr. Ingo J. Diel aus Mannheim.

Durch die Behandlung mit speziellen Wirkstoffen, den so genannten Bisphosphonaten, die auch bei der Osteoporose eingesetzt werden, lassen sich die Schmerzen lindern. Gleichzeitig wird mit dieser Behandlung Knochenbrüchen entgegengewirkt. Denn die Bisphosphonate hemmen die Knochenzerstörung durch die Metastasen und senken so das Frakturrisiko.

Trotz der gleichen Wirkweise gibt es Unterschiede bei dieser Medikamentengruppe, stellt Professor Diel fest. So kann Ibandronat sowohl als Tablette wie auch als 15-minütige Kurzinfusion verabreicht werden.

In klinischen Studien wurde nachgewiesen, dass beide Formen vergleichbar wirksam sind. Frauen mit starken Schmerzen kann durch die Kurzinfusion deshalb schnell geholfen werden. Bei der weiteren Behandlung können die Frauen dann zwischen Kurzinfusion und Tablette wählen. Denn die Umstellung von der einen auf die andere Behandlungsform ist laut Professor Diel problemlos möglich.