01.07.2009

Jimmy Hartwig: Dem Krebs die Stirn bieten

Bange machen gilt nicht, meint der Ex-Fußballer – „Warum gerade ich? Klar gibt es Tage, an denen ich genauso gedacht habe“, sagt Jimmy Hartwig.

Aber „bange machen gilt nicht“, meint der ehemalige Fußballspieler, der 1991 an einem Prostatakarzinom erkrankte und einige Jahre später an einem Hirntumor. Er hat beide Krebserkrankungen überwunden. Vielleicht auch deshalb, weil er nie aufgegeben und nie ernsthaft mit seinem Schicksal gehadert hat. „Man muss nach vorne schauen, dem Krebs die Stirn bieten“, sagt der Mann mit der großen Klappe, wie er sich selbst bezeichnet.

Trotzdem hat der Krebs sein Leben nachhaltig verändert. Aus der eigenen Betroffenheit heraus wirbt Hartwig inzwischen vehement für mehr Teilnahme bei den Krebsvorsorge-Untersuchungen. Er spricht dabei vor allem die Männer an. „Das sind bei uns regelrechte Krebsvorsorge-Muffel“, mahnt Jimmy Hartwig. „Was ist schon dabei, sich einmal im Monat selbst die Hoden zu untersuchen und regelmäßig zu der Krebsvorsorge zum Urologen zu gehen?“ fragt er bei Veranstaltungen in die Runde.

Hat sich ein Tumor gebildet, so ist laut Hartwig ebenfalls ein gutes Stück Eigenverantwortung gefragt. Sich nur auf die moderne Medizin zu verlassen, ist nach seinen Worten keine Lösung. „Klar brauchen wir gute Ärzte und eine gute Medizin gegen den Krebs. Wir müssen aber auch selbst aktiv werden“, sagt Energiebündel Hartwig. „Machen Sie die Augen zu, wandern Sie mit ihren Gedanken durch den Körper, spüren Sie jedes Organ und  jede Faser und fordern Sie alle Körperpartien auf, aktiv an der Heilung mitzuarbeiten!“

Ein solches Mentaltraining hilft, den eigenen Körper besser kennen zu lernen und gibt Kraft, die Tumorerkrankung und die anstrengende Behandlung durchzustehen. Hartwig: „Eine  Krebserkrankung ist für jeden Betroffenen eine Lebenskrise. Sie macht den Tod greifbar, aber sie birgt auch Chancen. Chancen, das Leben mit neuen Augen zu sehen, anzunehmen und zu genießen“.