04.02.2010

CLL – Chronisch lymphatische Leukämie

Die chronisch lymphatische Leukämie (CLL) ist die häufigste Leukämieform im Erwachsenenalter, wobei rund 30 Prozent mehr Männer als Frauen erkranken.

Die CLL ist trotz ihres Namens allerdings keine Leukämie, sondern ein so genanntes B-Zell-Lymphom. Es tritt meist erst nach dem 55. Lebensjahr auf, das Durchschnittsalter bei Diagnosestellung liegt bei 65 bis 70 Jahren.

Die CLL schreitet in den meisten Fällen langsam fort. Sie gilt als „schlafende“ Erkrankung und wird oft erst durch Zufall entdeckt. Daher haben die meisten Betroffenen keine Beschwerden, wenn die CLL diagnostiziert wird. Sie entsteht, wenn bestimmte Zellen des Abwehrsystems, die so genannten B-Lymphozyten, entarten, sich unkontrolliert vermehren und ins Blut ausgeschwemmt werden. Die Behandlung setzt üblicherweise erst ein, wenn der betreffende Patient Beschwerden entwickelt.