10.04.2014

Hirntumore: Wissen schafft Zukunft

Hirntumore lassen sich durch bildgebende Verfahren wie eine Kernspintomografie oder eine PET-Untersuchung nachweisen.

Rund 8.000 Menschen erkranken jährlich in Deutschland an einem Hirntumor. Weit höher noch ist die Zahl der Patienten, die Hirnmetastasen aufgrund eines anderen Krebsleidens wie zum Beispiel als Folge von Brustkrebs, Prostatakrebs oder Lungenkrebs entwickeln. „Wir verstehen uns als Ansprechpartner für beide Patientengruppen und für alle Fragen, die sich rund um die Erkrankung ergeben“, berichtet Melanie Thomas, Pressesprecherin der Deutschen Hirntumorhilfe e.V.

Die Patientenorganisation wurde bereits 1998 in Leipzig als Zusammenschluss von Patienten, Angehörigen und Wissenschaftlern gegründet. Ziel dabei war und ist es, die medizinische Versorgung von Menschen mit einem Hirntumor zu verbessern, die Öffentlichkeit stärker für diese seltenen Tumore zu sensibilisieren und darüber hinaus die Wissenschaft und Forschung zu unterstützen. Denn, so das Credo der Organisation: „Die Krankheit Hirntumor muss heilbar werden, und zwar so schnell wie möglich.“
Die Gründung des unabhängigen, gemeinnützigen Vereins trug und trägt dem zunehmenden Wissensbedürfnis der Betroffenen Rechnung. Denn wer als Patient über seine Erkrankung und deren Behandlungsmöglichkeiten gut Bescheid weiß, kann die Therapieentscheidungen mittragen und ist in aller Regel im Vorteil: „Wissen schafft Zukunft“ ist deshalb das Motto der Deutschen Hirntumorhilfe. Ganz im Fokus des Engagements stehen die Patienten und ihre Angehörigen. Sie können über den Hirntumor-Informationsdienst unter der Rufnummer 03437/702702 hilfreiche Informationen erhalten oder über info(at)hirntumorhilfe.de Fragen an die Organisation stellen. Diese hat außerdem für Menschen mit seelischen Nöten ein Sorgentelefon eingerichtet, das jeweils Dienstag von 10 bis 15 Uhr unter der Telefonnummer 03437/9996867 erreichbar ist und den Anrufern eine psychoonkologische Betreuung bietet.
Zu empfehlen ist Betroffenen wie auch ihren Angehörigen zudem die Internetseite unter der Anschrift www.hirntumorhilfe.de. Dort gibt es neben umfassenden Informationen zu den verschiedenen Hirntumorarten einen Chat zum Austausch mit anderen Betroffenen sowie ein Forum mit der Möglichkeit, Fragen an Experten zu stellen. „Wir berichten außerdem über Neuigkeiten zur Diagnostik, Therapie und Nachsorge von Hirntumoren, veröffentlichen Buchtipps und Erfahrungsberichte von Betroffenen und stellen wichtige Links zum Thema bereit“, erläutert Frau Thomas. Für Patienten und Angehörige, die sich noch eingehender informieren möchten, organisiert die Deutsche Hirntumorhilfe außerdem zweimal jährlich einen Hirntumor-Informationstag. Weitere Informationen zum jeweiligen Ort und den Terminen gibt es ebenfalls auf der genannten Webseite. „Die deutsche Hirntumorhilfe ist die einzige Organisation im deutschsprachigen Raum, die sich speziell für die Belange von Patienten mit Hirntumoren und Hirnmetastasen einsetzt“, sagt Frau Thomas. 

(Bildquelle: ©Institut für Neurowissenschaften und Medizin/Forschungszentrum Jülich)