14.10.2015

„Die Therapie ist im Umbruch“

Ralf Rambach

Ralf Rambach

20 Jahre Deutsche Leukämie- & Lymphom-Hilfe (DLH)

Lymphom ist nicht gleich Lymphom und Leukämie nicht gleich Leukämie: „Es gibt bei den Lymphomen und den Leukämien eine Vielzahl von Krankheitsformen“, sagt Ralf Rambach, der Vorstandsvorsitzende der Deutschen Leukämie- & Lymphom-Hilfe (DLH), die in diesem Jahr ihr 20-jähriges Bestehen feiert. „Die Prognose der Patienten ist zum Teil sehr verschieden und auch die Behandlung unterscheidet sich zwischen den jeweiligen Krankheitsbildern“, erläutert Ralf Rambach.

Es hat laut Rambach in den vergangenen zwei Jahrzehnten erhebliche Fortschritte bei der Behandlung verschiedener sogenannter hämatologischer Tumore gegeben, zu denen die Leukämien und Lymphome gehören. Die Therapie ist zum Teil regelrecht im Umbruch, denn es wurden neue Medikamente entwickelt, die in vielen Bereichen eine erhebliche Verbesserung der Überlebenszeit und auch der Heilungschancen bewirkt haben. Viele der neuen Medikamente wirken zielgerichteter als herkömmliche Zytostatika und sind effektiver und auch verträglicher. Speziell bei der Entwicklung solcher Medikamente aus dem Bereich der „zielgerichteten Therapie“ haben Leukämien und Lymphome eine Art Vorreiterrolle inne. Rambach: „Wir verstehen die Erkrankungen immer besser und können analysieren, welche Defekte im Einzelfall vorliegen. Oftmals ist dann eine spezifischere Behandlung möglich.“

Die DLH, die sich das Motto „Hilfe – Information – Interessenvertretung“ auf die Fahne geschrieben hat, versteht sich als Ansprechpartner für alle Patienten, bei denen eine Leukämie oder ein Lymphom diagnostiziert wird und versucht, sie im Umgang mit der Erkrankung zu unterstützen. Dies geschieht mittels Informationen zu den verschiedenen Erkrankungen, mit Kongressen und auch bei telefonischen Anfragen. 

Weitere Informationen: www.leukaemie-hilfe.de