14.06.2016

Erneut auftretende Vorstufen früh erkennen

Viren sind oft die Ursache beim Gebärmutterhalskrebs

Viren sind oft die Ursache beim Gebärmutterhalskrebs

Neues Verfahren wird beim Gebärmutterhalskrebs erprobt

In Deutschland werden jährlich etwa 90.000 Frauen wegen Krebsvorstufen am Gebärmutterhals operiert. Ob die von einer langanhaltenden Infektion mit sogenannten humanen Papillomviren (HPV) verursachte Gewebeveränderung erneut auftritt, wird in der Nachsorge regelmäßig anhand von Zelluntersuchungen und einem Test auf genetisches HPV-Material kontrolliert. Mit diesen Tests sind sich neu bildende Krebsvorstufen zuverlässig zu erkennen. Die Befunde geben nicht selten aber auch „falschen Alarm“, wenn es zu einer harmlosen HPV-Neuinfektion gekommen ist.

Um den Patientinnen diese Verunsicherung und klärende Folgeuntersuchungen ersparen zu können, testen Jenaer Wissenschaftler jetzt in einer klinischen Studie ein neues Verfahren zur Nachsorge nach der operativen Entfernung von Krebsvorstufen am Gebärmutterhals. Als Biomarker nutzen sie dabei charakteristische Stellen des genetischen Materials, die bei der Verschmelzung des krebsauslösenden humanen Papillomvirus mit dem menschlichen Erbgut entstehen.  Diese Spuren wollen sie wie einen Fingerabdruck nutzen und als molekularen Marker verwenden.