14.06.2016

PAP-Abstrich oder HPV-Test?

Der Gebärmutterhalskrebs macht im Frühstadium üblicherweise kaum Beschwerden

Der Gebärmutterhalskrebs macht im Frühstadium üblicherweise kaum Beschwerden

Beim Gebärmutterhalskrebs Früherkennung und Impfschutz nutzen

Seit den 70er Jahren ist der PAP-Abstrich die Früherkennungsmethode Nummer 1 in Deutschland für den Gebärmutterhalskrebs. Dabei können Frauen ab dem 20. Lebensjahr im Rahmen der gesetzlichen Krebsfrüherkennung einmal jährlich beim Frauenarzt einen sogenannten zytologisch-basierten PAP-Test, benannt nach dem griechischen Arzt Dr. George Papanicolaou, durchführen lassen.

Dank der Einführung des Testverfahrens ist die Zahl der erkrankten Frauen stetig rückläufig. Nun will das Bundesgesundheitsministerium die deutschen Kriterien zur Früherkennung an die „Europäischen Leitlinien für die Qualitätssicherung des Gebärmutterhalskrebs-Screenings“ anpassen, so eine Information der Bayerischen Krebsgesellschaft e.V. Konkret plant das Bundesministerium für Gesundheit (BMG), ab 2017 ein neues, organisiertes Einladungsverfahren zur Früherkennung von Gebärmutterhalskrebs zu etablieren. Darin werden Frauen im Alter zwischen 30 und 60 Jahren aufgefordert, sich für eine Übergangszeit von sechs Jahren zu entscheiden, ob sie einmal im Jahr den gewohnten PAP-Abstrich vom Gebärmutterhals oder aber alle fünf Jahre einen Test auf humane Papillomviren (HPV-Test) vornehmen lassen. Ein Wechsel oder eine Kombination beider Verfahren ist dann innerhalb der nächsten fünf Jahre nicht möglich.

Erheblich senken lässt sich das Risiko, einen Gebärmutterhalskrebs zu entwickeln, durch eine Impfung gegen HPV. Die Impfung schützt dabei vor den krebsauslösenden HP-Viren und damit auch vor der Entwicklung von Krebsvorstufen. Da allerdings nicht alle potenziell krebsauslösenden HPV-Typen von der Impfung erfasst werden, behält die Früherkennungsuntersuchung auch bei geimpften Frauen ihre Bedeutung.  Die Schutzwirkung ist übrigens am höchsten, wenn die HPV-Impfung bereits vor dem ersten sexuellen Kontakt erfolgt, also bevor es zu einer Infektion mit den HP-Viren gekommen ist.