20.12.2016

Ernährung soll auch Genuss sein

Salate sind gesund, vielseitig zuzubereiten und lecker.

Salate sind gesund, vielseitig zuzubereiten und lecker.

„Lebenswerte Zeit“ –  Newsletter zum Thema Darmkrebs

Ob gemeinsam mit der Familie und Freunden, ob zu zweit bei Kerzenschein oder vielleicht auch allein im Café – ein knackiger Salat, ein Drei-Gänge-Menü oder ein Stück Sahnetorte: Essen bedeutet ein Stück Lebensqualität, so das Ergebnis einer Umfrage der Kampagne Darmkrebszentrale. Die zweite Ausgabe des Newsletters der Initiative widmet sich daher schwerpunktmäßig dem Thema „Ernährung & Genuss“.

Im Newsletter erläutert Ulrike Seubert, warum sich eine gesunde Ernährung und Genuss nicht ausschließen und worauf Darmkrebspatienten bei der Auswahl ihrer Kost achten sollten. Die Ernährungsberaterin berichtet zum Beispiel, dass der Ratschlag, mehr ballaststoffreiche Lebensmittel zu essen, keinesfalls bedeutet, dass keine weißen Brötchen mehr verzehrt werden sollten. Gesunde Kost bedeutet vielmehr, dass der Speiseplan ausgewogen und abwechslungsreich gestaltet wird, wobei durchaus auch entsprechend der persönlichen Vorlieben variiert werden kann. Wichtig dabei ist jedoch, eine ausreichende Versorgung des Körpers mit lebenswichtigen Vitaminen, Mineralstoffen und Spurenelementen und selbstverständlich auch mit der benötigten Energie sicherzustellen.

Das muss ganz besonders beherzigt werden, wenn Erkrankungen wie etwa ein Darmkrebs vorliegen. Dann kann es rasch zu Kalorien- und Nährstoffdefiziten kommen. „Das aber wirkt sich auch negativ auf das Allgemeinbefinden aus“, teilt Frau Seufert mit. Deshalb ist es laut ihren Angaben besonders wichtig, den Körper ausreichend zu versorgen und so seine Kraft zu erhalten. Der Patient nimmt dies als gesteigerte Lebensqualität wahr.

Während ansonsten eine faserreiche Kost empfohlen wird, sollten laut Frau Seufert Darmkrebspatienten mit einem künstlichen Darmausgang faserreiche Lebensmittel meiden. Denn diese können das Stoma verstopfen. Vorsicht ist damit unter anderem geboten mit dem Verzehr von Spargel, Ananas oder Sauerkraut. Weitere Ernährungsempfehlungen für Stomapatienten sind abhängig von der Position des künstlichen Darmausgangs, also zum Beispiel davon, ob sich dieser im Bereich des Dünndarms oder im Dickdarm befindet. Generell sollte man, so die Empfehlungen der Ernährungsberaterin, langsam essen und gründlich kauen. Bei dünnflüssigem Stuhl ist auch daran zu denken, dass der Flüssigkeitsverlust unbedingt ausgeglichen werden muss.

Zur Sache: Der Newsletter „Lebenswerte Zeit“ richtet sich primär an Menschen mit Darmkrebs und ihre Angehörigen. Er kann kostenfrei angefordert werden unter www.darmkrebszentrale.de. Auf der Webseite gibt es darüber hinaus wertvolle Informationen rund um das Thema Darmkrebs und zudem die Möglichkeit anzugeben, welche Themen aus persönlicher Sicht besonders wichtig sind und im nächsten Newsletter behandelt werden sollten.