18.06.2012

Hoffnung für Frauen mit Eierstockkrebs - Neues Medikament verzögert Fortschreiten der Erkrankung

Etwa 10.000 Frauen erkranken jährlich in Deutschland an Eierstockkrebs, medizinisch auch Ovarialkarzinom genannt. Bei der Behandlung gab es lange Zeit wenig Fortschritte. Nun aber wurde kürzlich ein moderner Antikörper zur Therapie zugelassen. Der Wirkstoff greift den Tumor gezielt an und verzögert das Fortschreiten der Erkrankung, so Professor Dr. Jalid Sehouli aus Berlin.

Problematisch beim Eierstockkrebs ist nach seiner Darstellung, dass die Erkrankung meist lange Zeit keine Beschwerden verursacht und daher oft erst spät erkannt wird. Dann aber ist eine Heilung kaum mehr möglich. Die betroffenen Frauen wurden bisher lediglich mittels einer Operation und einer anschließenden Chemotherapie behandelt. Nun gibt es erstmals auch die Option einer zielgerichteten Therapie, mit der die Neubildung von Blutgefäßen gehemmt und die bereits vorhandenen Tumorgefäße zur Rückbildung gebracht werden. Der Krebs wird dadurch am weiteren Wachsen gehindert, eine Strategie, die auch bei anderen Krebsarten bereits therapeutisch mit Erfolg genutzt wird.