28.08.2012

Heller Hautkrebs – schwarzer Hautkrebs - Fortschritte bei beiden Krankheitsformen

Eines haben der helle und der schwarze Hautkrebs gemeinsam: Beide Erkrankungen werden durch starke Sonnenbestrahlung gefördert. Ansonsten aber sind die beiden Hautkrebsformen recht unterschiedlich. So handelt es sich beim schwarzen Hautkrebs (malignes Melanom) um einen sehr aggressiven Tumor, der rasch Metastasen bildet. Anders beim hellen Hautkrebs, ebenfalls eine bösartige Erkrankung, die allerdings im Allgemeinen keine Tochtergeschwülste in anderen Körperregionen induziert.

Der helle Hautkrebs wird weiter unterteilt in verschiedene Krankheitsformen, und zwar das Basalzell-Karzinom sowie das Stachelzell-Karzinom. Sie fallen in der Regel als Unebenheiten auf der Haut auf.

So unterschiedlich die beiden Krebserkrankungen auch sind, bei beiden Formen gibt es derzeit Fortschritte bei der Behandlung. Zum Beispiel steht für Menschen mit fortgeschrittenem malignem Melanom, welche eine bestimmte Genmutation aufweisen (BRAF-Mutation), seit kurzem ein Medikament zur Verfügung, das gezielt die veränderte Signalgebung in den Zellen blockiert. Es kann zwar die Erkrankung nicht völlig heilen, bringt den Tumor aber in aller Regel rasch zum Schrumpfen und verlängert die Überlebenszeit der Patienten.

Auch bei der Behandlung des Basalzellkarzinoms, der weltweit häufigsten Hautkrebsform, gibt es Neuerungen. Bei 90 Prozent der Menschen mit einem solchen Tumor finden sich spezielle Veränderungen im so genannten Hedgehog-Signalweg. Ähnlich wie beim malignen  Melanom gibt es einen neuen Wirkstoff, der die krankhaft aktivierten Signale in den Zellen abschaltet. Die Substanz bringt den Tumor zum Schrumpfen, ist bislang in Europa allerdings noch nicht offiziell durch die Gesundheitsbehörden zugelassen.