02.11.2012

Hautkrebs- Fortschritte auf mehreren Ebenen - Regelmäßiges Hautscreening lohnt sich

Es lohnt sich, seine Haut regelmäßig beim Arzt auf verdächtige Veränderungen untersuchen zu lassen: Seit das Hautkrebs-Screening zunächst als einjähriges Modellprojekt in den Jahren 2003/2004 in Schleswig-Holstein erprobt wurde, konnte dort die Sterblichkeit an einem malignen Melanom (schwarzer Hautkrebs) in etwa halbiert werden. Schleswig-Holstein hat sich dadurch zum Bundesland mit der niedrigsten Todesrate durch den schwarzen Hautkrebs entwickelt, wie jetzt bekanntgegeben wurde.

Seit 2008 gibt es das Hautkrebs-Screening bundesweit. Unabhängig von der verbesserten Früherkennung des Tumors sind auch Fortschritte bei der Behandlung von Hautkrebs zu melden: Es gibt gleich zwei neue Medikamente, die nach langen Jahren ohne Therapiefortschritte die Behandlungschancen beim malignen Melanom erheblich verbessern und von den Experten regelrecht als Durchbruch bei der Therapie bezeichnet werden. Zum einen handelt es sich um einen Wirkstoff, der das Immunsystem in der Tumorabwehr stärkt, zum anderen um eine Substanz, die ganz gezielt eingesetzt wird, wenn die Tumorzellen bestimmte Veränderungen (Mutationen) aufweisen. Der Wirkstoff folgt damit dem modernen Konzept der zielgerichteten Krebstherapie, indem er spezifisch die im individuellen Fall vorliegende Zellveränderung, die die unkontrollierte Zellwucherung anheizt, korrigiert.