28.02.2013

Den Ursachen von schwarzem Hautkrebs auf der Spur

Warum schwarzer Hautkrebs so aggressiv wächst, ist bislang nicht geklärt. Ein Forscherteam in Regensburg geht dieser Frage gezielt nach und untersucht, welche zellulären Mechanismen ablaufen, wenn sich aus einem harmlosen „Muttermal“ ein bösartiger Tumor entwickelt.

Im Verdacht haben sie einen Vorgang, der als „Onkogen-induzierte Seneszenz“ bezeichnet wird – ein Prozess, der durch „Krebsgene“ hervorgerufen wird und die Zellen vorzeitig altern  lässt.  Untersucht  werden  soll vor allem die Rolle des Eiweißstoffs MIA, das von entarteten Zellen produziert wird und offenbar Einfluss auf den Alterungsprozess der Zellen hat.

Dass sich die Aufklärung der Hintergründe der Krebsentstehung beim schwarzen Hautkrebs (malignes Melanom) lohnt, hat sich bereits in den vergangenen  Jahren gezeigt.  Auf  Basis  der  neuen Erkenntnisse über die molekularen Hintergründe konnte ein neues Medikament zur Behandlung

„Neue Forschungsergebnisse und neue Therapieform beim malignen Melanom“

von Patienten mit einer bestimmten Form des malignen Melanoms entwickelt werden. Weisen die Patienten eine Mutation im so genannten Onkogen B-RAF auf, so ist die Behandlung mit dem neuen Wirkstoff sinnvoll. So kann die tumorfreie Zeit und auch die allgemeine Lebenserwartung der Patienten trotz fortgeschrittener Tumorerkrankung erheblich verlängert werden.                                         

 
Beim schwarzen Hautkrebs wird weltweit eine starke Zunahme der Anzahl von Neuerkrankungen verzeichnet. In Deutschland wurden in den 70er-Jahren jährlich drei Fälle pro 100.000 Einwohner registriert, in den 90er-Jahren waren es schon 12 bis 15 Fälle. Wird der Tumor in einem frühen Stadium operativ entfernt, sind die Heilungschancen sehr hoch. Es ist daher wichtig, „harmlose“ Muttermale, vor allem an den Beinen und Rumpf, ärztlich untersuchen und vom schwarzen Hautkrebs unterscheiden zu lassen.