13.04.2016

Mit zwei Hebeln gegen den schwarzen Hautkrebs

Schwarzer Hautkrebs

Schwarzer Hautkrebs

Bei Menschen mit einem fortgeschrittenen schwarzen Hautkrebs (malignes Melanom), bei denen der Tumor auf einer besonderen Mutation, der sogenannten BRAF-Mutation beruht, gibt es eine neue Behandlungsstrategie. Bislang wurden diese Patienten mit einem Wirkstoff behandelt, der zielgerichtet in die Signalkette, die das Tumorwachstum steuert, eingreift und die Auswirkungen der Mutation auf das Tumorwachstum hemmt. Damit konnte die Lebenszeit der Patienten deutlich verlängert werden.

Die Crux an der Geschichte: Bei vielen Patienten wurden die Tumorzellen über kurz oder lang resistent gegen den BRAF-Hemmer. Den Wissenschaftlern ist es jedoch gelungen, einen zweiten Hemmstoff der Signalkette zu entwickeln. Die beiden Hemmstoffe werden nun als Kombinationstherapie gemeinsam verabreicht und sorgen für eine effektive Blockade der Signale, die das Wachstum des Tumors steuern. Damit kann die Resistenz überwunden und wiederum eine deutliche Besserung der Prognose der betroffenen Patienten erwirkt werden.