12.04.2012

An der Antikörpertherapie wird noch „gefeilt“ - Therapiefortschritte bei Lymphomen ausbauen

Die Gabe eines Antikörpers zusätzlich zu der üblichen Chemotherapie ist bereits Standard bei der Behandlung von Menschen mit einem Lymphom, also mit einer Krebserkrankung des Lymphgewebes. Der Antikörper bewirkt eindeutig bessere Überlebens- und Heilungsraten bei verschiedenen Lymphomformen.

An den genauen Behandlungsregimen wird aber noch gefeilt, um die Therapiefortschritte noch weiter auszubauen. So sind immer wieder Neuerungen zu vermelden, wie jüngst bei einem großen amerikanischen Krebskongress in San Diego deutlich wurde. Dort hat Professor Dr. Michael Pfreundschuh aus Homburg/Saar eine Untersuchung bei Patienten mit einem so genannten großzelligen B-Zell-Lymphom vorgestellt. Professor Pfreundschuh konnte im Rahmen einer klinischen Studie nachweisen, dass Menschen, bei denen der Antikörper so verabreicht wird, dass schon früh und zugleich lang anhaltend hohe Wirkstoffkonzentrationen im Blut erzielt werden, in besonderem Maße von der Behandlung profitieren.
Das gilt speziell für Patienten mit ursprünglich schlechten Behandlungsaussichten (Prognose). Bei ihnen waren die erzielten Resultate unter dem neuen Regime besonders gut und schlugen sich in eindeutigen Überlebensvorteilen nieder. „Es sind die besten Resultate, die wir bislang in dieser Patientengruppe erzielt haben“, berichtete der Krebsmediziner. Bevor allgemeine Empfehlungen gemacht werden können, muss sich das neue Behandlungskonzept allerdings noch in einer weiteren Studie bewähren, die dieses neue Konzept mit dem bisherigen Standard vergleicht. Diese ist laut Pfreundschuh schon angelaufen.