15.01.2015

Lymphompatienten: Die Therapie wird einfacher

Dank der Möglichkeiten von Injektionen wird die Behandlung für den Arzt und Patienten erheblich zeitsparender und der Patient gewinnt Lebensqualität.

Dank der Möglichkeiten von Injektionen wird die Behandlung für den Arzt und Patienten erheblich zeitsparender und der Patient gewinnt Lebensqualität.

Injektion statt Infusion

Für Menschen mit follikulärem Non-Hodgkin-Lymphom oder großzelligem B-Zell-Lymphom kann die Behandlung nun deutlich einfacher werden. Beide Erkrankungen werden in der Regel mit einer Chemotherapie in Verbindung mit einer Antikörpertherapie behandelt. Dieser Antikörper konnte jedoch bisher nur als Infusion gegeben werden. 

Jüngst haben Forscher diesen Antikörper so weiterentwickelt, dass er nun auch unter die Haut (subkutan) gespritzt werden kann. Ein erhöhtes Nebenwirkungsrisiko besteht mit der neuen Gabe nicht. Studien haben außerdem im Vorfeld gezeigt, dass die Heilungschancen und Therapieerfolge nicht beeinträchtigt werden.

Die subkutane Verabreichung des monoklonalen Antikörpers geht sehr viel schneller als die Infusion – statt zwei Stunden dauert die Gabe nur noch wenige Minuten. Der neue Therapieansatz steht somit den Patienten als angenehmere  Alternative bei der Bekämpfung ihrer Erkrankung zur Verfügung und kann durch die Zeiteinsparung dazu beitragen, die Therapie besser in den Lebensalltag einzubinden.