02.07.2008

Neue Behandlungschance beim Nierenkrebs: Das Tumorwachstum wird gehemmt

Auch Patienten mit fortgeschrittenem Nierenkrebs können nun von der neuen Möglichkeit der so genannten Angiogenesehemmung profitieren. Dabei wird der Krebs daran gehindert, die Bildung neuer Blutgefäße zu stimulieren, mit denen er seine eigene Versorgung und somit sein Wachstum sichert.

Moderne Wirkstoffe wie das Bevacizumab machen den Tumoren einen Strich durch die Rechnung. Das Mittel fängt die Wachstumssignale ab, die die Blutgefäße zum Aussprossen bringen sollen. „Es sorgt so dafür, dass der Tumor nicht mehr weiter wachsen kann“, berichtete Professor Dr. Gerald Mickisch aus Bremen kürzlich in Frankfurt.

Seine tumorhemmende Wirkung hat Bevacizumab bei verschiedenen Krebsarten in klinischen Studien unter Beweis gestellt. Beim Darmkrebs ist die neue Therapieoption längst Standard und auch zur Therapie des Brustkrebses und des Lungenkrebses wurde sie schon im vergangenen Jahr zugelassen. Nun haben die Gesundheitsbehörden auch für die Behandlung beim fortgeschrittenen Nierenkrebs grünes Licht für den Angiogenesehemmer gegeben, nachdem klinische Studien belegt haben, dass auch bei diesem Tumor das Fortschreiten der Erkrankung eindeutig gehemmt wird.