23.12.2012

Fortschritte beim Nierenkrebs - Hemmung der Blutgefäßbildung hat sich bewährt

Seit rund fünf Jahren gibt es beim Nierenkrebs ein neues Behandlungsprinzip, das sich laut Expertenangaben mittlerweile gut etabliert hat: Patienten mit fortgeschrittener Erkrankung erhalten dabei neben der üblichen Interferon-Gabe einen Wirkstoff, der den Tumor daran hindert, neue Blutgefäße zu bilden, über die er sich selbst mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgt. Fehlen diese Blutgefäße, wird das Tumorwachstum gehemmt. Die Krebserkrankung wird zwar nicht geheilt, die Patienten können aber deutlich länger tumorfrei leben, wie Studien belegen. Das Behandlungskonzept hat sich bewährt: Es hat, wie Professor Dr. Christian Doehn aus Lübeck kürzlich berichtete, „einen hohen Stellenwert bei der Therapie von Patienten mit fortgeschrittenem Nierenzellkarzinom erlangt“.